Brexit

Das Ende der Übergangsphase - Worauf müssen sich Unternehmen ab dem 1. Januar 2021 einstellen?

Die mit der Ratifizierung des Austrittsabkommens vereinbarte Übergangsphase endet am 31. Dezember 2020.  Somit ist das Vereinigte Königreich ab 1. Januar 2021 nicht mehr Teil des Binnenmarktes und der Zollunion. Was bedeutet das für Ihre Geschäftsbeziehungen mit dem Inselstaat?

Sachsens Außenhandel mit UK

Das Vereinigte Königreich ist seit 2012 Sachsens drittwichtigster Exportpartner (nach China und den USA). Im Jahr 2019 exportierte Sachsen Waren im Wert von insgesamt 2,39 Mrd. Euro in den Inselstaat. Dabei handelte es sich hauptsächlich (rund 70%) um Erzeugnisse des Kraftfahrzeugbaus (v. a. Pkw, Wohnmobile). 

Hinsichtlich der Importe gehört das Vereinigte Königreich regelmäßig zu den Top 15 der sächsischen Partner (Importvolumen = ca. 658 Mio. Euro). Die größte Warengruppe sind dabei Fahrzeugteile (17%).

   

Quelle: pixabay

Informationen zum Brexit

Das Vereinigte Königreich ist zum 31. Januar 2020 aus der Europäischen Union ausgetreten. Das Austrittsabkommen sah eine Übergangsphase vor, in der das EU-Recht im und gegenüber dem Vereinigten Königreich grundsätzlich weitergilt, jedoch ohne Beteiligung des Vereinigten Königreichs an EU-Institutionen. Die Übergangsphase endet am 31. Dezember 2020. Eine Verlängerung dieser Übergangsphase ist nicht mehr möglich. Somit ist das Vereinigte Königreich ab 1. Januar 2021 nicht mehr Teil des Binnenmarktes und der Zollunion.

Unabhängig vom Abschluss eines Abkommens über das zukünftige Verhältnis bis Jahresende wird sich das Verhältnis der EU zum Vereinigten Königreich grundlegend wandeln.  Als Hilfestellung auch für Unternehmen hat die Europäische Kommission am 9. Juli 2020 eine Mitteilung zur Vorbereitung auf das Ende des Übergangszeitraums zwischen der Europäischen Union und dem Vereinigten Königreich (sog. Readiness communication) sowie im August 2020 eine Checkliste für Unternehmen veröffentlicht. 

Weitere Informationsangebote und -sammlungen finden Sie unter den nachfolgend angebotenen Links. Gern stehen auch wir sächsischen Unternehmen für ihre individuellen Fragestellungen zur Verfügung.

    

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