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27.08. 2019

Sachsen bringt Wasserstoff-Forschung in Görlitz auf den Weg

Die Sächsische Staatsregierung hat heute Planungsmittel für ein neues Wasserstoff-Forschungszentrum in Görlitz freigegeben. Im „Fraunhofer Hydrogen Laboratory Görlitz (HLG)“ auf dem geplanten Innovationscampus werden Siemens und die Fraunhofer-Gesellschaft die Erzeugung, Speicherung und Nutzung von Wasserstoff untersuchen. Görlitz soll damit langfristig zu einem Kompetenzzentrum für Wasserstofftechnologien entwickelt werden.

Siemens, der Freistaat Sachsen und die Fraunhofer-Gesellschaft hatten am 15. Juli in Görlitz eine Absichtserklärung unterzeichnet, um den Standort langfristig zu stärken und den Strukturwandel in der Lausitz zu unterstützen. Dabei soll auf dem Siemens-Werksgelände in Görlitz ein Innovationscampus und „Start-Up-Accelerator“ entstehen – Ziel ist es, weitere Technologie- und Industrieunternehmen, Start-ups sowie Forschungsinstitute anzusiedeln. Der Fokus liegt dabei auf Digitalisierung, Automatisierung, Energietechnik und innovativen Werkstoff- und Fertigungstechnologien. Insgesamt wollen die Partner im ersten Schritt rund 30 Millionen Euro für den Ausbau des Standortes bereitstellen. In den nächsten fünf Jahren sollen dort etwa 100 neue, hochqualifizierte Arbeitsplätze entstehen.

Das „Fraunhofer Hydrogen Laboratory Görlitz“ ist ein Baustein dieses Konzeptes. In dem noch zu gründenden Labor sollen einzelne Komponenten entlang der Wasserstoffwertschöpfungskette Power-to-Hydrogen-to-Power (P2H2P) bis zur industriellen Reife weiterentwickelt werden. Die möglichen Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Test und Validierung der Wasserstofferzeugung durch Elektrolyse, der Wasserstoffspeicherung (Verflüssigung, Gasspeicher) bis hin zur energetischen H2-Nutzung (Rückverstromung) durch stationäre und mobile Brennstoffzellensysteme sowie Gasturbinen.

Das Projekt zur Einrichtung des Fraunhofer Hydrogen Laboratory Görlitz soll in einem zweistufigen Verfahren durchgeführt werden. In der ersten Phase werden alle konzeptionellen und planerischen Voraussetzungen für die Umsetzungsphase des Pro-jekts gelegt und die Voraussetzungen dafür geschaffen. Dafür hat das Kabinett heute Fördermittel in Höhe von 2 Millionen Euro bereitgestellt.

    

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