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Die Begleitung aktueller Themen der öffentlichen Diskussion und die strategische Ausrichtung der Wirtschaftspolitik im Freistaat Sachsen auf Größenwachstum, Innovationskraft und Internationalisierung sind essentiell. Wir informieren Sie zu wichtigen Märkten und internationalen Entwicklungstrends.

25.04. 2017

90 Jahre Flughafen Leipzig / Halle

Der Flughafen Leipzig / Halle begeht heute sein 90. Jubiläum. Am 25. April 1927 um 9:15 Uhr landete das erste Flugzeug am neu eröffneten Flughafen, der damals den Namen Halle/Leipzig trug. Heute zählt der Flughafen Leipzig / Halle zu den modernsten Airports in Europa, an dem pro Jahr über 2,2 Millionen Passgiere gezählt werden. Als europäisches Drehkreuz der DHL, Heimatflughafen der AeroLogic, bedeutender Standort der Volga-Dnepr-Gruppe sowie der Antonov Airlines hat sich der Flughafen zum fünftgrößten Frachtdrehkreuz in Europa entwickelt, von dem aus jährlich mehr als 40 Cargo-Airlines über 220 Ziele weltweit anfliegen. Höhepunkt des Jubiläumsjahres ist ein Festwochenende am 10. und 11. Juni. Der Airport wird an zwei Tagen seine Tore für Besucher öffnen und damit einzigartige Einblicke in das Flughafengeschehen sowie in die Luftfahrttechnik und –geschichte ermöglichen.

Die Anfänge

Die Planungen für den Bau eines neuen Flughafens, gelegen zwischen den Städte Halle und Leipzig, gehen auf das Jahr 1925 zurück. Nachdem sich alle Beteiligten, nicht ohne Diskurs, auf ein Areal nahe der Stadt Schkeuditz verständigt hatten, wurde die Errichtung am 9. Mai 1926 beantragt. Der erste Spatenstich für den zentral gelegenen Flughafen folgte am 1. September des gleichen Jahres. Die Eröffnung war bereits nach nur rund achtmonatiger Bauzeit für den 18. April 1927 geplant, musste aber wetterbedingt um sieben Tage verschoben werden.

Am 25. April 1927 um 9:15 Uhr landete dann das erste Flugzeug am neu eröffneten Flughafen, der damals den Namen Halle/Leipzig trug. An Bord der aus Erfurt kommenden Maschine waren, wie die Chronisten berichten, der Schkeuditzer Margarinefabrikant Richard Held sowie der Baumeister Carl Jeßnitzer in Begleitung ihrer Ehefrauen. Dem Anlass entsprechend, empfing der damalige Flughafenchef, Major a. D. Göbel, persönlich die ersten Passagiere noch auf dem Flugfeld. Im weiteren Verlauf des Tages folgten weitere Flüge, durchgeführt mit Flugzeugen wie der Fokker Grulich FII und der Junkers F13.

Bereits im zweiten Betriebsjahr zählte man 20.082 Passagiere sowie 342.145 kg Fracht. Darüber hinaus setzten auch Bauten, wie das im Stile des Bauhauses errichtete und 1931 eröffnete gläserne Restaurant, herausragende architektonische Akzente. Bis zur Einstellung des zivilen Luftverkehrs am 1. September 1939 entwickelte sich der Flughafen zu einem der verkehrsreichsten Plätze in Deutschland.

Auf- und Ausbau

Nach dem Zweiten Weltkrieg trug ab Mitte der 1950er Jahre die Flugzeugbau-Industrie in Schkeuditz mit dazu bei, dass der Flughafen weiter genutzt wurde und 1960 eine 2.500 Meter lange Betonpiste erhielt. Diese Start- und Landebahn legte sozusagen auch den Grundstein für den ab 1963 durchgeführten Messeflugverkehr, der zunehmend mit düsengetriebenen Flugzeugen durchgeführt wurde, die eine solche Piste benötigten.

Nach einer Übergangszeit ab Ende der 1960er Jahre, in der der Flughafen zehn Monate im Jahr kein Airport, sondern Autobahnraststätte war, ist 1972 der reguläre Flugbetrieb aufgenommen worden. Dennoch kam dem Messeflugverkehr weiterhin eine besondere Bedeutung zu. So konnte der Flughafen ab 1986, als einziger Platz hinter dem „Einsern Vorhang“, insgesamt elf Mal die überschallschnelle Concorde begrüßen, deren ersten Besuch Zehntausende Schaulustige am Flughafen beobachteten.

Ein weiteres historisches Ereignis war die Aufnahme des Linienflugverkehrs zwischen Frankfurt/Main und Leipzig. Lufthansa nahm diese deutsch-deutsche Verbindung am 10. August 1989 und damit Monate vor dem Mauerfall auf.

Nach dem politischen Umbruch des Jahres 1989 folgte ein rasantes Verkehrswachstum, das innerhalb von wenigen Jahren zu einer Vervielfachung des Passagieraufkommens führte. Dementsprechend musste die Infrastruktur am und rund um den Flughafen erweitert und auf internationalen Standard gebracht werden. Errichtet wurden unter anderem das Terminal B (1996), die 3.600 Meter lange Start- und Landebahn Nord (2000), das Zentralterminal mit integriertem Bahnhof (2003) sowie die ebenfalls 3.600 Meter lange Start- und Landebahn Süd (2007).

     

Flughafen Leipzig / Halle heute

Heute zählt der Flughafen Leipzig / Halle zu den modernsten Airports in Europa, an dem pro Jahr über 2,2 Millionen Passgiere gezählt werden. Mehr als 20 Fluggesellschaften verbinden Leipzig/Halle mit internationalen Drehkreuzen wie Zürich, Wien, Istanbul, Moskau und London sowie Frankfurt, München, Düsseldorf, Klön/Bonn und Stuttgart. Darüber hinaus finden sich beliebte Urlaubziele rund um das Mittelmeer, im Atlantik, am Schwarzen und Roten Meer im Flugplan.

Als europäisches Drehkreuz der DHL, Heimatflughafen der AeroLogic, bedeutender Standort der Volga-Dnepr-Gruppe sowie der Antonov Airlines hat sich der Flughafen zum zweitgrößten Frachtflughafen in Deutschland und fünftgrößten Frachtdrehkreuz in Europa entwickelt, von dem aus jährlich mehr als 40 Cargo-Airlines über 220 Ziele weltweit anfliegen. Pro Jahr werden mehr als eine Million Tonnen Fracht umgeschlagen, Tendenz steigend.

Darüber hinaus sind heute am Standort nahezu 8.000 Beschäftigte in rund 100 Unternehmen tätig. Der Flughafen ist damit einer der bedeutendsten Arbeitsstätten der Region.

Die Flughafen Leipzig/Halle GmbH ist ein Tochterunternehmen der Mitteldeutschen Flughafen AG. Der Airport ist an die Autobahnen A 9 und A 14 angebunden und verfügt über einen in das Zentralterminal integrierten Bahnhof. Von Bahnhof und Parkhaus gelangen Passagiere direkt in den Check-in-Bereich.

    

10./11. Juni: Festwochenende „90 Jahre Flughafen Leipzig/Halle“

Höhepunkt des Jubiläumsjahres ist ein Festwochenende am 10. und 11. Juni. Der Airport wird an zwei Tagen seine Tore für Besucher öffnen und damit einzigartige Einblicke in das Flughafengeschehen sowie in die Luftfahrttechnik und -geschichte ermöglichen. Flugzeuge aus unterschiedlichen Jahrzehnten bis hin zur Gegenwart werden zu besichtigen sein oder zum Rundflug abheben. Erwartet wird unter anderem eine 1955 in Dienst gestellte Maschine: die Breitling Super Constellation. Rundflüge mit diesem Klassiker der Luftfahrt können seit dem 3. April hier gebucht werden.

Darüber hinaus sind Rundflüge mit der Antonow 2, dem größten einmotorigen Doppeldecker der Welt, Kleinflugzeugen und Hubschraubertouren geplant. Auch kann die spezielle Technikausrüstung des Airports, wie zum Beispiel Abfertigungs-, Bergungs-, Räum- und Enteisungstechnik, in Augenschein genommen werden. Vielfältige Attraktionen für die ganze Familie auf der Grünen Mitte (Kids & Family Day) sowie ein großer Ausstellungsbereich zur Geschichte des Flughafens im Terminal runden das Programm für ein breites Publikum ab.

Der Eintritt zu den Festarealen ist frei. Für Besucher, die mit dem Auto anreisen, gilt am Veranstaltungswochenende ein Sonderparktarif von 8 Euro pro Tag.

Programmpunkte:

  • Spektakuläre Luftfahrt- und Technikausstellung
  • Rundflüge
  • Flughafenrundfahrten
  • Zwei Showbühnen
  • Kids & Family Day – Familienfestival auf der Grünen Mitte
  • Ausstellungen im Terminal

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