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Die Begleitung aktueller Themen der öffentlichen Diskussion und die strategische Ausrichtung der Wirtschaftspolitik im Freistaat Sachsen auf Größenwachstum, Innovationskraft und Internationalisierung sind essentiell. Wir informieren Sie zu wichtigen Märkten und internationalen Entwicklungstrends.

21.11. 2017

Energiewende und Satellitenantriebe im Fokus - Förderung für zwei Dresdner Start-ups

In der aktuellen Auswahlrunde zum renommierten Start-up-Förderprogramm EXIST-Forschungstransfer des Bundeswirtschaftsministeriums waren gleich zwei von dresden|exists begleitete Start-up-Projekte aus der TU Dresden erfolgreich. Ihnen stehen nun 1,5 Mio. Euro zur Verfügung, um ihre Produkte zur Einsatzreife zu bringen und ihre Geschäftsidee umzusetzen. Das Start-up-Projekt CHES widmet sich sogenannten "Virtuellen Kraftwerken", "Morpheus" entwickelt effektive Miniaturantriebe für Kleinst-Satelliten.

Um die EXIST-Förderung beworben hatten sich 80 Start-up-Teams aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Mitte November fielen die Entscheidungen in den Expertenjurys. "Ich freue mich, dass wir in dem harten Auswahlprozess gleich mit zwei unserer Teams erfolgreich waren", sagte Dr. Frank Pankotsch, Geschäftsführer von dresden|exists. "Die Teams zeigen die Stärke der TU Dresden auch in klassischen Ingenieurdisziplinen, nachdem wir in den letzten Förderrunden vor allem mit Life-Sciences-Themen erfolgreich waren." 

Das Start-up-Projekt CHES widmet sich einem brandaktuellen Thema: dem Erfolg der Energiewende. Mit ihrer Mess- und Steuerungstechnik sowie intelligenter Software verbinden sie die stetig wachsende Zahl an kleinen Anlagen zur Energieerzeugung wie bspw. Blockheizkraftwerke, Wärmepumpen, Photovoltaikanlagen oder Brennstoffzellen. Gemeinsam gesteuert, können diese Anlagen als Virtuelles Kraftwerk dann das tun, was bisher den Großkraftwerken vorbehalten war: die Versorgungssicherheit beim Strom gewährleisten. Auch die Besitzer der Anlagen profitieren – sie können ihre Anlage besser auslasten und so höhere Einkünfte erzielen.

Das Start-up-Projekt Morpheus will hoch hinaus: Ihr Miniaturantrieb soll zukünftig dafür sorgen, dass Kleinst-Satelliten, sogenannte Cube-Sats, im Weltall gesteuert werden können. Diese Cube-Sats werden zwar in zunehmender Anzahl ins All befördert, bspw. für Wetterbeobachtungen oder spezielle Kommunikationsaufgaben. Es fehlt aber bisher ein effizienter Antrieb, um die Cube-Sats im Orbit so steuern zu können, dass sie bspw. die richtige Position in einem Satelliten-Netz einnehmen oder am Ende ihrer Lebenszeit gezielt zum Absturz und Verglühen gebracht werden können.

Beide Teams haben mit der Pre-Seed-Finanzierung des EXIST-Forschungstransfer nun die Basis, ihre Forschungsergebnisse in marktreife Produkte zu überführen und ein tragfähiges Geschäftsmodell zu entwickeln. In den kommenden Jahren werden sie dazu weiterhin vom Start-up-Service dresden|exists beraten, um aus ihrer Geschäftsidee auch ein erfolgreiches Unternehmen zu machen. Seit 2008 hat dresden|exists bereits für 25 solcher Vorhaben eine Förderung eingeworben und zählt damit zu den erfolgreichsten Start-up-Services bundesweit.

   

dresden|exists – Von der Idee zum Unternehmen

dresden|exists ist der gemeinsame Startup-Service der Dresdner Wissenschaftseinrichtungen, um mit Geschäftsideen aus Dresdner Hochschulen und Forschungseinrichtungen neue Wirtschaftskraft zu schaffen. Seit mehr als 15 Jahren begleitet dresden|exists Studierende, Absolventen und Wissenschaftler individuell von der ersten Idee bis zur Umsetzung im eigenen Unternehmen. Um Ideen optimal umzusetzen, bietet dresden|exists individuelle Beratung, umfassende Informations- und Qualifizierungsangebote sowie gezielten Kontakt zu Partnern, die weitere Kompetenzen und Unterstützung für Gründer bereitstellen.

   

EXIST-Forschungstransfer

EXIST-Forschungstransfer ist ein Programm des Bundeswirtschaftsministeriums, mit dem es herausragende forschungsbasierte Gründungsvorhaben unterstützt, die mit aufwändigen und risikoreichen Entwicklungsarbeiten verbunden sind. Die Auswahl der Vorhaben erfolgt in einem zweistufigen Prozess: Zunächst müssen die Gründer mit einem Ideenpapier einen Gutachterprozess meistern, um dann vor einer Expertenjury aus Unternehmers, Investoren und Wissenschaftlern um die finale Förderzusage zu pitchen. Antragsberechtigt sind die mehr als 500 deutschen Hochschulen und Forschungseinrichtungen. In den bisher 20 Antragsrunden wurden Förderungen für mehr als 300 Gründungsprojekte zugesagt. 

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