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Die Begleitung aktueller Themen der öffentlichen Diskussion und die strategische Ausrichtung der Wirtschaftspolitik im Freistaat Sachsen auf Größenwachstum, Innovationskraft und Internationalisierung sind essentiell. Wir informieren Sie zu wichtigen Märkten und internationalen Entwicklungstrends.

08.02. 2018

Kleine Teilchen ganz groß - Sachsen auf der nano tech in Tokio

Auf der Branchenleitmesse nano tech 2018 in Tokio trifft sich in der kommenden Woche die internationale Nanotechnologie-Szene. Sachsens Wirtschaftsförderung ist mit Unternehmen und Forschungseinrichtungen vor Ort. Am Gemeinschaftsstand (Halle 5J-13) wird auch gezeigt werden, wie ein sächsisches Forschungsprojekt Nanotechnologie für medizinische Diagnostik nutzbar machen soll.

Vom 14. Februar an dreht sich die Welt der Nanotechnologie wieder um Tokio. In Japans Hauptstadt öffnet an diesem Tag die nano tech 2018, die weltgrößte Messe der Branche, ihre Tore. Die Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH (WFS) hat im Auftrag des Sächsischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr einen Firmengemeinschaftsstand organisiert – für 10 sächsische Unternehmen und Forschungseinrichtungen.

Peter Nothnagel, Geschäftsführer der WFS: „Sachsen gilt mit seinen rund 200 Branchenakteuren als einer der deutschen Top-Standorte für Nanotechnologie. In Japan ist das bekannt. Das ist nicht zuletzt unserer kontinuierlichen Arbeit auf diesem Markt zu verdanken.“ Die WFS ist bereits seit 2007 mit einem Gemeinschaftsstand auf der nano tech vertreten und hat dort vielfach auch Workshops und Seminare durchgeführt. Es gibt seit Jahren einen regelmäßigen Austausch zwischen Firmen und Forschungseinrichtungen beider Länder. „Die Messe- und Unternehmerreisen nach Japan gehören zu unseren nachgefragtesten und erfolgreichsten Projekten. Daraus sind bereits enge Kooperationen und mehrere Verträge entstanden“, so Nothnagel weiter.

Im Vorfeld zur diesjährigen nano tech organisiert die WFS gemeinsam mit dem Organic Electronics Saxony e. V. (OES) und der japanischen Yamagata-Universität den 6. Deutsch-Japanischen Workshop, bei dem sächsische und japanische Experten zu den neuesten Entwicklungen im Bereich der flexiblen, gedruckten und organischen Elektronik referieren und diskutieren. Rund 150 Teilnehmer beider Länder werden erwartet. OES ist Europas Spitzen-Cluster für organische Halbleiter und fungiert als technologische Austauschplattform der innovativsten Unternehmen und Forschungseinrichtungen auf diesem Gebiet. Die Yamagata-Universität ist die führende Universität Japans auf dem Gebiet der Forschung an elektronischen Technologien auf Basis organischer Materialien. Mit beiden arbeitet die WFS seit etlichen Jahren eng zusammen. Ziel ist es, Innovationen gemeinsam zur Marktreife und zur industriellen Massenfertigung zu entwickeln. 

Im Gegensatz zur klassischen Elektronik ist organische Elektronik ultradünn, extrem leicht, transparent, flexibel und hat eine exzellente Umweltbilanz. Dadurch sind völlig neue Anwendungen möglich. Derzeit wird organische Elektronik kommerziell als organische Leuchtdioden (OLED) in Smartphones und exklusiven Bildschirmen genutzt. Für die Zukunft werden Anwendungen in den Bereichen Automobilbau, Medizintechnik, Sicherheitstechnologie, Aeronautik, Health Care, Architektur und im mobilen Einsatz fokussiert. Auf der nano tech ist die organische Elektronik ein wichtiger Bestandteil. Die Messe konzentriert sich außerdem auf die Bereiche Materialien, IT sowie Biotechnologie. Auch Technologien zum Umweltschutz werden vorgestellt.

Nanotechnologie beschäftigt sich mit der Forschung und Konstruktion in sehr kleinen Strukturen: ein Nanometer (nm) entspricht einem millionstel Millimeter. Sie nutzt vor allem die besonderen Effekte allerkleinster Strukturen im Bereich weniger Nanometer und bedeutet damit weit mehr, als nur gleiche Funktionalitäten auf kleinerem Raum zu realisieren. Die Anwendungsmöglichkeiten dieser Technologie sind sehr breit gefächert. Sie entstehen zum Beispiel in der Energietechnik (Brennstoff- und Solarzellen), in der Umwelttechnik (Materialkreisläufe und Entsorgung) oder in der Informationstechnik (neue Speicher und Prozessoren) – aber auch im Gesundheitsbereich. Als Erstaussteller auf der nano tech ist daher in diesem Jahr der Life Sciences Inkubator Sachsen dabei. Er will dort eines seiner neuesten Projekte, die Entwicklung so genannter SmartNanotubes, präsentieren und in Japan auf Partnersuche gehen. SmartNanotubes sind maßgeschneiderte Kohlenstoff-Nanoröhren, die zum Beispiel in der Biosensorik und der Nanomedizin zum Einsatz kommen sollen. Da Nanotubes sehr sensibel reagieren, könnten sie – nach den Vorstellungen der Forscher – in der Zukunft zum Beispiel für die Entwicklung von hochempfindlichen Sensoren in Atemluftmessgeräten eingesetzt werden und darüber schnell und unkompliziert auf bestimmte Krankheiten hinweisen.

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