Sachsens Wirtschaft - Eine Erfolgsgeschichte

WIRTSCHAFTSSTANDORT SACHSEN

Schon im 18. Jahrhundert begann in Sachsen mit dem Aufbau der ersten Maschinenbaubetriebe das Industriezeitalter. Die Region war damit Vorreiter auf dem europäischen Festland. Die erste in Deutschland konstruierte Lokomotive, der erste Sechszylinder-Motor, der mittig gesetzte Schalthebel im Auto – alles Innovationen aus Sachsen. Mitte des 19. Jahrhunderts waren die Industriestädte Chemnitz, Zwickau und ihr Umland die Region Europas mit dem höchsten Pro-Kopf-Einkommen.

Die Erfolgsgeschichte hält an: Seit 1990 haben über 6.000 Unternehmen eine Betriebsstätte an einem sächsischen Standort errichtet oder erworben. Die Wirtschaft in Sachsen hat seit dem Jahr 2000 um über 20 Prozent zugelegt und verzeichnet damit das zweithöchste BIP-Wachstum aller Bundesländer.

Struktur der sächsischen Wirtschaft

Starke Industriebranchen bilden das Rückgrat des Wirtschaftsstandortes Sachsen. Umsatzstärkste Branchen sind dabei die Automobilindustrie, der Maschinen- und Anlagenbau, sowie der Bereich Mikroelektronik / IKT. Neben diesen strukturbestimmenden Sektoren sind es Branchen wie die Umwelt- / Energietechnik, Life Sciences oder Bahn-, Luft- und Raumfahrttechnik, aber auch unternehmensnahme Dienstleistungs-Bereiche wie die Logistik oder der Software-Sektor, die den Wirtschaftsstandort Sachsen prägen.

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Das sächsische BIP 1991 - 2016 (in jeweiligen Preisen).

Das sächsische BIP 1991 - 2016 (in jeweiligen Preisen).

Dynamisch unterwegs

Das sächsische Bruttoinlandsprodukt (BIP) betrug im Jahr 2016 knapp 118,5 Milliarden Euro (in jeweiligen Preisen, 4,3 Prozent mehr als 2015) und wurde in rund 2,9 Milliarden Arbeitsstunden von 2,01 Millionen Erwerbstätigen mit einem Arbeitsplatz im Freistaat erzielt. Pro Arbeitsstunde ergab sich ein BIP in jeweiligen Preisen von 39,63 Euro - dies entsprach einem realen Anstieg um 4,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das BIP je Erwerbstätigen betrug im vergangenen Jahr aktuell 56.397 Euro und damit rund 5 Prozent mehr als 2015.

Seit dem Jahr 2000 hat die Wirtschaft in Sachsen um über 20 Prozent zugelegt und verzeichnet damit das drittstärkste Wachstum aller Bundesländer.

Grafik Anteil der Branchen am Industrieumsatz

Quelle: Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen

Sachsens Industrie wächst

Einen Gesamtumsatz von 63,8 Milliarden Euro hat die Industrie (Betriebe mit 20 und mehr tätigen Personen im Verarbeitenden Gewerbe sowie im Bergbau und der Gewinnung von Steinen und Erden) in Sachsen im Jahr 2016 erbracht, das waren 0,2 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Das Inlandsgeschäft legte dabei um 1,2 Prozent zu, die Exporte stiegen um 1,4 Prozent. Die Exportquote, d. h. der Anteil des Auslandsumsatzes am Gesamtumsatz, betrug 37,0 Prozent (Vorjahr: 37,6 Prozent).

Wichtigste Industriebranche mit einem Umsatzanteil von 27 Prozent bleibt weiterhin die Automobilindustrie. Darauf folgen die Branchen Maschinenbau mit 12,7 Prozent, Metallerzeugung mit 12,4 Prozent und die Elektrotechnik / Mikroelektronik mit 11,8 Prozent Anteil am sächsischen Industrieumsatz.

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Sachsen handelt global

Mit einem Exportumsatz von 36,78 Milliarden € hat der Freistaat Sachsen im Jahr 2016 zwar den Höchstwert des Vorjahres um vier Prozent verfehlt, aber immer noch den zweithöchsten Wert seit Beginn der Erhebung in Sachsen zu Beginn der 1990er Jahre erreicht. Sachsens weltweit größter Exportpartner war im Jahr 2016 erneut China. 

Mit einem leichten Rückgang um ein Prozent erreichte der sächsische Import ein Volumen von 21,84 Milliarden Euro. Knapp zwei Drittel aller Importe kamen aus EU-Mitgliedsstaaten, knapp ein Viertel davon wiederum vom wichtigsten sächsischen Importpartner - der Tschechischen Republik. 

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Sächsische Technologiekompetenz - Die Zukunft im Blick

Ein großes Plus für Sachsen ist seine Innovationskraft – die Region ist einer der „Innovationsführer“ in der EU (Quelle: EU Regional Innovation Scoreboard).

An intelligenten Lösungen für den Alltag der Zukunft arbeiten sächsische Forscher und Unternehmer entscheidend mit. Im Fokus stehen branchenübergreifend Themen wie Leichtbau, Energiespeichertechnologien, Elektromobilität oder Organische & Flexible Elektronik.

Im Rahmen des Exzellenzclusters „cfaed“ wird auch an der Echtzeit-Interaktion von Robotern und Menschen geforscht. „Versuchsobjekt“ ist ein gestengesteuerter NAO-Roboter (im Bild), der zukünftig zum Beispiel im Haushalt helfen könnte.

Quelle: Technische Universität Dresden / cfaed / 5G Lab Germany, Foto: Matthias Hahndorf

Wir stehen zu Sachsen

Prof. Ezio Bonifacio

Direktor, Zentrum für Regenerative Therapien Dresden – CRTD an der Technischen Universität Dresden

"Nach Stationen in London, im australischen Perth und in Mailand kam ich 2007 nach Dresden. Am CRTD fand ich die perfekte Umgebung für meine Forschungsarbeiten. Bei der Entwicklung regenerativer Therapien profitieren wir stark vom interdisziplinären Austausch. Das gilt am Institut ebenso wie innerhalb der Wissenschaftsgemeinschaft in der Stadt."

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Erfolgsgeschichten

Netzwerk HZwo an der TU Chemnitz - Dem Brennstoffzellenantrieb zum Durchbruch verhelfen

An alternativen Antrieben für eine ökonomisch wie ökologisch sinnvolle Mobilität wird an vielen deutschen Hochschulen und Instituten geforscht. Bricht man das Thema auf den Brennstoffzellenantrieb herunter, dann landet man bei etwa einer Handvoll Einrichtungen. Zu ihnen gehört die TU Chemnitz. Hier hat Prof. Dr. Thomas von Unwerth 2010 mit dem Aufbau der Professur für Alternative Fahrzeugantriebe begonnen und das Thema Wasserstoff-Brennstoffzellenantrieb in den Vordergrund gerückt. Zu diesem Zeitpunkt konnte er bereits auf ein Jahrzehnt Erfahrung auf diesem Gebiet verweisen. Diese Kompetenz hat er sich in der Konzernforschung von Volkswagen erworben und beispielsweise am Aufbau einer Brennstoffzellen-Fahrzeugflotte für die Olympischen Spiele 2008 in China mitgearbeitet.

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