Wertschöpfungskette für Lebensmittel aus Leguminosen

Ziel des Vorhabens "Gartenmahlzeit" ist Entwicklung und der vollständige Aufbau einer neuartigen regionalen Wertschöpfungskette für pflanzliche Lebensmittel für den Endverbraucher und die Gastronomie auf Basis von Leguminosen.

Leguminosen (Quelle: pixabay)

Herstellung regionaler, pflanzlicher Produkte

Die rein pflanzliche Produktlinie aus regional angebauten Leguminosen und Gemüse soll bei den Endverbrauchern sehr schmackhafte Convenience-Lebensmittel für die klassischen Mahlzeiten Abendbrot und Mittagessen bereitstellen. 

Eine Besonderheit des Vorhabens liegt in den definierten max. 60 km Entfernung zum Zielmarkt "Endverbraucher und Gastronomiebetriebe der Stadt Leipzig". Das bedeutet, dass alle Bestandteile der Wertschöpfungskette:

  • Landwirtschaftliche Urproduktion von Leguminosen, Gemüseanbau usw.
  • Vorverarbeitung der landwirtschaftlichen Ausgangsprodukte (Mahlen, Sortieren, Reinigen, Schälen usw.)
  • Herstellung von Prototypen und Serienfertigung in einem Fleischerei-Handwerksbetrieb (Nutzung der Maschinen und der Prozesse der Fleisch-  und Wurstherstellung), nachhaltige Verpackungslösungen
  • Logistik der Stoffströme und Absatzlogistik bis zum Endkunden (B2C / B2B LEH / Gastro)
  • Markterprobung, Marktanalyse, Kundenbefragungen, Kundenworkshops (B2C und B2B / Gastro)

in diesem Umkreis stattfinden.

Einzelne Bausteine des Projektes werden durch das ESF Plus - MINT-Fachkräfteprogramm im Freistaat Sachsen unterstützt.

Gartenmahlzeit

Projekt Gartenmahlzeit Aufschnitt

Vegane und vegetarische Fleisch- und Wurstersatzprodukte sind längst im Markt etabliert, stoßen aber in Bio-Qualität auf enge Grenzen. Besonders die Verwendung von Methylcellulose als Zusatzstoff verhindert eine Bio-Auslobung, obwohl sie für Textur und Stabilität fast unverzichtbar ist. Regionale Alternativen, die diese Funktionen übernehmen könnten, sind bislang nicht bekannt. Genau hier setzt das Projekt an: Es sucht nach neuen Wegen, pflanzlichen Aufschnitt ohne Zusatzstoffe, dafür mit Bio- und Regionalfokus herzustellen.

Verbraucher fragen zunehmend pflanzliche Produkte nach, die nicht nur fleischfrei, sondern auch biologisch und regional erzeugt sind. Im Bereich veganer Aufschnittwaren gibt es jedoch noch eine deutliche Angebotslücke. Gleichzeitig wünschen sich Landwirte stabile Absatzwege für ihre Bio-Produkte, die regionale Wertschöpfung sichern. Ein innovativer Ansatz, der Genuss, Nachhaltigkeit und Transparenz verbindet, ist daher dringend notwendig.

Das Projekt entwickelt einen veganen Wurstaufschnitt, der auf überwiegend regionalen Zutaten basiert und ohne Methylcellulose auskommt. Damit wird erstmals ein Bio-Produkt möglich, das zugleich die Anforderungen an Geschmack, Konsistenz und Haltbarkeit erfüllt. Neben der Produktentwicklung werden Vermarktungskonzepte erarbeitet, die Endverbraucher und Gastronomie gleichermaßen ansprechen. So entsteht ein ganzheitliches Konzept, das Genuss und Nachhaltigkeit verbindet.

Im Mittelpunkt steht die Erforschung alternativer Rohstoffe, die die Funktionen von Methylcellulose ersetzen können. Dafür werden regionale Hülsenfrüchte, Gemüse und Ölsaaten wie Erbsen, Ackerbohnen oder Sonnenblumen eingesetzt. Parallel dazu werden Markt- und Konsumententests durchgeführt, um Rezepturen und Produktideen gezielt weiterzuentwickeln. Die Lösung liegt also nicht allein in der Technologie, sondern auch in einer durchdachten Wertschöpfungskette vom Feld bis zum Teller.

Am Ende soll ein marktreifes, bio-zertifiziertes Aufschnitt-Produkt entstehen, das ohne Methylcellulose auskommt und überwiegend aus regionalen Rohstoffen besteht. Verbraucher profitieren von einer nachhaltigen, gesunden Alternative, die den Fleischkonsum reduziert. Landwirte und Verarbeitungsbetriebe erhalten neue Absatzchancen und stärken damit die regionale Wertschöpfung. Gleichzeitig schafft das Projekt Grundlagen für weitere Innovationen im Bereich pflanzlicher Bio-Lebensmittel.