Arbeitskosten

Arbeitskosten pro Stunde im EU-Vergleich - Sachsen mittendrin

Deutsche Arbeitgeber in der Privatwirtschaft (Industrie und privater Dienstleistungsbereich) müssen rund 33,40 Euro pro geleistete Arbeitsstunde aufwenden. Höher liegen die Arbeitskosten in sechs Ländern: In Dänemark, Belgien, Schweden, Luxemburg, Frankreich und Finnland müssen zwischen 33,70 und 43,40 Euro pro Stunde ausgegeben werden. Der Durchschnitt des EU28-Raumes liegt bei 25,70 Euro. Schlusslichter sind Rumänien und Bulgarien mit Arbeitskosten von 5,40 bzw. 4,40 Euro pro Stunde. 

In Sachsen müssen in der Privatwirtschaft 24,56 Euro pro geleistete Arbeitsstunde aufgewendet werden. Für das Verarbeitende Gewerbe (Industrie) sind es 24,36 Euro und für den Dienstleistungsbereich 24,73 Euro pro Arbeitsstunde.

Zu den Arbeitskosten zählen neben dem Bruttolohn die Arbeitgeberanteile an den Sozialbeiträgen, Aufwendungen für Aus- und Weiterbildung sowie als Arbeitskosten geltende Steuern.

Bruttolöhne je Arbeitnehmer nach Wirtschaftsbereichen

Die vollzeitbeschäftigteArbeitnehmer in Sachsen verdienten 2016 brutto, d. h. vor Abzug der Lohnsteuer und Sozialbeiträge, durchschnittlich 38.522 Euro. Die höchsten Löhne im Verarbeitenden Gewerbe wurden 2016 im Bereich „Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen“ (47.987 Euro / Arbeitnehmer) und im Bereich "Herstellung von DV-Geräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen" (46.930 Euro / Arbeitnehmer) gezahlt. Im Dienstleistungssektor wurden Beschäftigte in den Bereichen "Erbringung von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen" (57.394 Euro / Arbeitnehmer) und "Erziehung und Unterricht" (53.821 Euro / Arbeitnehmer) am besten bezahlt.

Insgesamt wuchsen die Bruttolöhne 2016 durchschnittlich um 3,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Bruttolöhne und -gehälter je Arbeitnehmer nach Bundesländern

Jeder vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmer in Sachsen verdiente 2016 brutto durchschnittlich 38.522 Euro und damit 3,6 Prozent mehr als im Vorjahr.

Im Bundesdurchschnitt betrug der Jahresverdienst 48.936 Euro je Arbeitnehmer, was einen Anstieg um 2,5 Prozent im Vergleich zu 2015 bedeutete.

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Strategie, Branchen, Marketing
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