Dresden testet als erste deutsche Kommune die elektronische Brieftasche

Es handelt sich dabei um ein gemeinsames Vorhaben mit dem Bundesdigitalministerium und der Sächsischen Staatskanzlei zur EUDI-Wallet. Das Dresdner Vorhaben setzt aktuell als erste Anwendungsfälle den Dresden-Pass und die sächsische Ehrenamtskarte um, welche ab Mitte 2026 zur Verfügung stehen werden.

Weitere Anwendungen für 2026 sind beabsichtigt. Ab 2027 ist die Anwendung der EUDI-Wallet für die gesamte Stadtverwaltung vorgesehen.

Die Dresdner Bürger werden aktiv an dem Entwicklungsprozess beteiligt. Dafür wird gerade ein eigenes Labor, das “Co-Creation Lab” im neuen Stadtforum eingerichtet. Das Co-Creation Lab ist ein Gemeinschaftsprojekt der Landeshauptstadt Dresden, des städtischen Eigenbetriebs IT-Dienstleistungen und der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden (HTW).

Bis Ende 2026 soll in Deutschland die elektronische Bürgerbrieftasche, die sogenannte EUDI-Wallet (European Digital Identity Wallet) eingeführt werden. Neben Identitätsnachweisen sollenBürger in ihrer EUDI-Wallet auch weitere digitale Nachweise speichern und verwalten können, wie etwa den Führerschein, Bildungs- und Gesundheitsnachweise, Meldebescheinigungen oder Reisedokumente. Bei Bedarf sollen diese Nachweise zur Authentifizierung oder zum Vorzeigen gegenüber Dritten, wie zum Beispiel Behörden oder Banken, genutzt werden können. 

Die Landeshauptstadt Dresden testet aktuell als erste Kommune Deutschlands, wie dieser Dienst künftig praktisch funktionieren soll. Möglich wird das durch die vor kurzem beschlossene Zusammenarbeit zwischen dem Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS), der Sächsischen Staatskanzlei und der Landeshauptstadt Dresden.