Sächsisches "Semiconductor Talent Incubation Program Taiwan" (STIPT) wird ausgeweitet

Eineinhalb Jahre nachdem die ersten sächsischen Studierenden mit dem Semiconductor Talent Incubation Program (STIPT) zu einem sechsmonatigen Aufenthalt im Rahmen ihres Studiums nach Taiwan aufgebrochen sind, wird das Programm aufgrund des großen Erfolges künftig bundesweit angeboten.

Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) hat daher mit den bisherigen Partnern, dem Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus (SMWK), der Technischen Universität Dresden (TUD) und dem taiwanischen Halbleiterkonzern Taiwan Semiconductor Manufacturing Company Limited (TSMC) eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet. Damit kann bis zu 100 Studierenden deutschlandweit pro Jahr der Studienaufenthalt inkl. Praxisanteil angeboten werden.

Die Exzellenzuniversität TU Dresden administriert das Programm im Auftrag des Sächsischen Wissenschaftsministeriums und organisiert mit dem Saxon Science Liaison Office Taiwan den Austausch mit Partner-Universitäten und TSMC in Taiwan.

Sachsens Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow begrüßt den Einstieg des Bundes: “Das Talenteprogramm zur Förderung des Fachkräftenachwuchs in der deutschen Halbleiter-Forschung und -Industrie hat sich hervorragend etabliert, dank der starken Partner an Taiwans Universitäten und bei TSMC. Wir sind stolz damit Vorreiter der Kooperation zu sein und künftig noch mehr Talente im Austausch unterstützen zu können. Möglich ist das nicht zuletzt durch das große Engagement der TU Dresden, als Nukleus für eine enge Partnerschaft mit der Wissenschaft in Taiwan.”

Mehrere Duzend junge Frauen und Männer aus sächsischen Hochschulen haben bereits das STIPT-Programm durchlaufen oder halten sich gerade in Taiwan auf. Aufgrund des großen Interesses aus anderen Bundesländern und der Bedeutung des Projekts für die Zukunft des Halbleiterstandorts Deutschland beteiligt sich nun auch das BMFTR. Künftig werden innerhalb des Austauschprogramms 100 Plätze pro Jahr an Interessentinnen und Interessenten vergeben. 60 davon bleiben weiterhin Studierenden sächsischer Hochschulen vorbehalten, 40 weitere für Studierende aus anderen Bundesländern.

Insgesamt stellen Bund und Freistaat rund 900.000 Euro pro Jahr zur Finanzierung des STIPT zur Verfügung. Der Bund beteiligt sich anteilig mit 40 Prozent an den Kosten.