CYNiO setzt auf Leipzig

Das innovative Chemie-Startup CYNiO hat Ende November 2025 seinen neuen Standort im Nordwesten Leipzigs eröffnet. Spezialisiert hat sich CYNiO auf die sichere, flexible und nachhaltige Produktion von Isocyanaten auf CO₂-Basis.

Das Team von CYNiO
Quelle CYNiO

Sie lösen den Mangel an verfügbaren chemischen Bausteinen, den sogenannten Isocyanaten. Aktuell gilt: je spezieller das Isocyanat, desto weniger verfügbar ist es. Im herkömmlichen Herstellungsverfahren wird das hochtoxische Gas Phosgen eingesetzt, was den Prozess aufwändig und teuer macht und sich dadurch nur in der Massenproduktion für die am meisten nachgefragtesten Isocyanate lohnt. Während die Industrie große Mengen dieser Isocyanate verarbeitet, benötigen Forschende hingegen oft kleine Mengen ganz spezieller Isocyanate, um wichtige Forschungsergebnisse zu erzielen und neue Innovationen hervorzubringen. Und hier kommt CYNiO ins Spiel: CYNiO bietet Forschenden Zugang zu einer Vielfalt an chemischen Bausteinen, die aktuell nicht oder nur schwer verfügbar sind und fördert somit Innovationen. Durch den Einsatz von CO2 statt dem hochgiftigen Gas Phosgen erhöht CYNiOs Prozess nicht nur die Arbeitssicherheit, sondern wird langfristig auch einen Beitrag zu einer nachhaltigen Chemieindustrie leisten-

Isocyanate dienen als wichtige Bausteine für zahlreiche Produkte wie Pflanzenschutzmittel, Klebstoffe oder Beschichtungen. „Unsere Hauptabnehmer sind verarbeitende Chemiebetriebe, aber auch Forschungseinrichtungen“, sagt CEO Michéle Tille, die CYNiO zusammen mit ihren Mitgründerinnen Marlene Baumhardt und Sophie Riedel als universitäre Ausgründung der TU Bergakademie Freiberg ins Leben rief.

Seine Produktionsstätte hat das junge Unternehmen, das den europäischen Markt im Blick hat und mit seiner Technologie die Abhängigkeit von internationalen Importen reduziert, im Chemiepark Bitterfeld-Wolfen in Sachsen-Anhalt errichtet. Vertrieb und Marketing geschehen ab sofort aus Leipzig heraus. „Die Stadt verfügt über eine sehr gute Anbindung und liegt zugleich nicht weit von unserem Hauptsitz in Bitterfeld-Wolfen entfernt. Als attraktiver Arbeitgeber bieten wir Mitarbeitenden in der Verwaltung daher auch die Möglichkeit, aus dem Leipziger Büro zu arbeiten. Außerdem haben wir mit unseren sächsischen Partnern und Investoren - dem Technologiegründerfonds Sachsen (TGFS) - starke Ansprechpartner direkt vor Ort“, betont Tille.