ABX erweitert Radiopharmaka-Produktion in Radeberg

Der führende Hersteller von Radiopharmazeutika zur Krebsdiagnostik und -therapie - die ABX advanced biochemical compounds GmbH - plant den Neubau eines Produktionsgebäudes.

Platzhalterbild Förderung (Quelle: pixabay)
Quelle Quelle: pixabay

Für die geplante Erweiterung ihres Firmenstandortes hat die Firma ABX das Gelände der ehemaligen Radeberger »Stadtentsorgung K. Nehlsen GmbH« in der Pillnitzer Straße 1-7 erworben. Dieses wurde bis 1928 als Glashüttenwerk genutzt. Dabei kam es zu weitreichenden Teerablagerungen sowie zum Eintrag von Schlacken und Aschen bis in eine Tiefe von fünf Metern. In der Folge befinden sich nun Schadstoffe im Boden. 

Zur Gewährleistung gesunder Arbeitsverhältnisse und zur Schadstoffentfernung ist daher die großflächige Dekontamination der gesamten Fläche erforderlich. Dies umfasst neben dem Abbruch alter Gebäude auch den Bodenaushub und die anschließende fachgerechte Entsorgung des belasteten Materials. Die Geländefläche beträgt 2,4 Hektar und entspricht damit einer Größe von über drei Fußballfeldern.

Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 8,6 Mio. Euro. Die Landesdirektion Sachsen stellt Fördermittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) sowie aus dem Sächsischen Haushalt in Höhe von rund 6,6 Mio. Euro zur Verfügung, der Eigenanteil der ABX GmbH beträgt 2 Mio. Euro. Die Übergabe des Förderbescheides erfolgte am 15. Januar 2026.

Im Anschluss an die Sanierungsarbeiten sollen mindestens 15 Prozent der dekontaminierten Fläche renaturiert werden. Parallel dazu werden neue Produktionsstätten errichtet, die nach modernen technischen, sicheren und energetischen Standards geplant sind. Damit leistet das Vorhaben einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Weiterentwicklung des Wirtschaftsstandorts Radeberg und zur Stärkung der regionalen Wertschöpfung.

"Mit der Dekontaminierung investieren wir gezielt in einen sicheren, modernen und zukunftsfähigen Unternehmensstandort“, so Marco Müller, Geschäftsführer von ABX.  „Die Förderung durch die Europäische Union und den Freistaat Sachsen ermöglicht es uns, wirtschaftliche Entwicklung mit ökologischer Verantwortung zu verbinden.“