Alstom baut Werk in Bautzen kontiniuerlich aus
Nach dem Start einer neuen Produktionslinie für Regionalzüge im Jahr 2024 baut Alstom seine Kapazitäten in Bautzen weiter aus. Im Januar 2026 wurde eine erweiterte Produktionshalle in Betrieb genommen.
Ziel ist es, das wachsende Produktportfolio effizient umzusetzen und den Standort dauerhaft zu stärken.
Der Standort steht für 175 Jahre Industrietradition und hat sich zu einem Schlüsselstandort für die Produktion und Erprobung von Straßenbahnen und Regionalzügen in Deutschland entwickelt. In den vergangenen fünf Jahren investierte Alstom 33 Mio. Euro in Infrastruktur und Modernisierung, allein 12 Mio. Euro im letzten Jahr. Die Belegschaft wuchs auf rund 1.400 Kolleginnen und Kollegen – mit hochwertigen, tarifgebundenen Industriearbeitsplätzen in der Oberlausitz.
Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter: „Es ist beeindruckend zu sehen, wie in Bautzen traditionsreiche Fertigung und moderne Industrie-4.0-Technologien zusammenkommen. Alstom steht für Mobilität ‚Made in Sachsen‘ – das Werk ist nicht nur ein Motor für Innovation, sondern auch ein verlässlicher Partner für Beschäftigung und Wertschöpfung in der Region. Der Freistaat Sachsen unterstützt die Weiterentwicklung des Standorts aktiv. Unser Ziel ist es, dass der letzte große internationale Bahnkonzern mit Fahrzeugfertigung in Sachsen auch langfristig hier produziert – wettbewerbsfähig und zukunftsfest.“
Tim Dawidowsky, Präsident für Zentral- und Nordeuropa bei Alstom, sprach von einem wichtigen Meilenstein der Transformation hin zu einer modernen, optimierten industriellen Fertigung. "Die Erweiterung dieser Halle ist wichtig, nicht nur für Bautzen, sondern auch für uns als Alstom in Deutschland, weil es an diesem traditionsreichen Standort zeigt, dass wir Züge auch hier wettbewerbsfähig bauen können", so Dawidowsky. Der Präsident stellte zudem den weiteren zukünftigen Ausbau des Standortes Bautzen in Aussicht.
In Bautzen werden u. a. Straßenbahnen für Berlin, Magdeburg und Dresden, sowie S‑Bahn-Züge für Hamburg gebaut. Hinzu kommt ein Milliardenauftrag mit der S-Bahn Rheinland, für den in Bautzen mindestens 90 S-Bahn-Züge gebaut werden sollen. Nach Angaben von Alstom ist das Werk in Bautzen einer der modernsten Produktions- und Teststandorte Europas.