Ratingagentur bescheinigt Sachsen Top-Bonität
Die Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P) hat dem Freistaat Sachsen mit der Ratingeinstufung "AAA" erneut die bestmögliche Bonität attestiert. Den Ausblick bewerten die Analysten als stabil.
Positiv schätzt die Ratingagentur in ihrem aktuellen Bericht ein, dass die Staatsregierung weiterhin bemüht ist, Einsparungen vorzunehmen, um das strukturelle Haushaltsdefizit für den Doppelhaushalt 2027 / 2028 zu überwinden. Die Analysten erkennen an, dass die Minderheitsregierung mit der Opposition eine konstruktive Zusammenarbeit suche. Positiv schlagen zudem die vom Bund gewährten Mittel aus dem Sondervermögen Infrastruktur und Klimaschutz zu Buche. Auch die im Ländervergleich geringe Verschuldung wird lobend erwähnt.
Bereits im vergangenen Jahr hatte die Ratingagentur S&P dem Freistaat Sachsen die bestmögliche Bonität bescheinigt. Der Ausblick wurde damals jedoch als negativ eingeschätzt. So war die sehr gute Bonität im vergangenen Jahr noch mit der Mahnung und Erwartung verbunden, die bestehenden strukturellen Haushaltsdefizite entschlossen anzugehen. Gelinge das nicht, wurde von der Ratingagentur eine mögliche Herabstufung der Bonitätsnote angekündigt. Dies ist nun nicht geschehen, im Gegenteil. Der negative Ausblick wurde aufgehoben und auf “stabil” angehoben.
Bonitätsnoten von Ratingagenturen haben große Auswirkungen auf die Zinskonditionen zu denen sich ein Staat am Kapitalmarkt finanzieren kann. Die Bewertung AAA ist die höchste Bonitätsnote, die seitens S&P vergeben wird. Ein Bundesland mit dieser Bewertung wird als besonders kreditwürdig und finanziell stabil eingestuft, was ein sehr geringes Ausfallrisiko bei Krediten bedeutet.
Ein Rating erfolgt auf einer Analyse von einer Fülle von Daten. Dabei nutzen und bewerten Ratingagenturen unter anderem Informationen zur wirtschaftlichen Lage und deren Entwicklung, zur strukturellen Lage und Entwicklung des Staatshaushalts, zum Finanzmanagement sowie zur Verschuldung eines Landes.