Internationale Begutachtung bestätigt Spitzenstellung: TU Dresden bleibt Exzellenzuniversität
Die Technische Universität Dresden hat ihren Status als Exzellenzuniversität im anspruchsvollsten Wettbewerb des deutschen Wissenschaftssystems erfolgreich verteidigt. Das bestätigten Wissenschaftsrat und Deutsche Forschungsgemeinschaft nun auf Grundlage eines Gutachtens internationaler Experten.
Mit fünf Exzellenzclustern, davon drei in alleiniger Verantwortung und zwei mit jeweils einer Partneruniversität, sowie einer überzeugenden Gesamtstrategie gehört die TU Dresden damit weiterhin zur Spitzengruppe der deutschen Forschungsuniversitäten.
Wie der Wissenschaftsrat (WR) und die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) in einer Pressekonferenz am 11. März 2026 bekannt gaben, wird die Technische Universität Dresden (TUD) im Rahmen der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder weiterhin als Exzellenzuniversität gefördert. Damit gehört die TUD zu den zehn Universitäten in Deutschland, deren institutionelle Leistungsfähigkeit, Forschungsstärke, strategische Entwicklung und Zukunftsvision von internationalen Gutachterinnen und Gutachtern als herausragend bewertet wurden – eine eindrucksvolle Bestätigung ihrer Spitzenstellung im deutschen und internationalen Wissenschaftssystem. Die neue, siebenjährige Förderphase beginnt am 1. Januar 2027.
„Die erneute Bestätigung der TUD als Exzellenzuniversität ist eine herausragende Anerkennung der Entwicklung, die wir seit mehr als einem Jahrzehnt vorangetrieben haben. Wir gehören zu den leistungsstärksten Universitäten bundesweit und sind mit drei selbstverantworteten und zwei mit jeweils einer Partneruniversität verantworteten Exzellenzclustern die stärkste Technische Universität in diesem Wettbewerb. Mein großer Dank gilt allen Mitgliedern unserer TUD-Gemeinschaft und unseren Partnern in der DRESDEN-concept Allianz, die mit uns gemeinsam und in Übereinstimmung mit unserem Leitbild als 'TUD | The Collaborative University. inventive. transformative. engaged.' so engagiert und professionell auf dieses Ziel zugearbeitet haben. Auf diese überragende Leistung können und dürfen wir gemeinsam stolz sein“, so Prof.in Ursula M. Staudinger, Rektorin der TUD.
Die Rektorin verfolgte den Moment der Bekanntgabe unter großem Jubel im Rahmen einer Live-Übertragung der Entscheidung durch den WR und die DFG mit rund 150 Gästen aus Wissenschaft, Politik und Stadtgesellschaft im Festsaal des Rektoratsgebäudes. Darunter Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer, der sächsische Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow, Mitglieder des Rektorats, Sprecher der Exzellenzcluster sowie Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert.
Die Entscheidung ist das Ergebnis eines anspruchsvollen Evaluationsverfahrens. Exzellenzuniversitäten werden alle sieben Jahre durch internationale Gutachterinnen und Gutachter überprüft. Neben der wissenschaftlichen Leistungsfähigkeit stehen die Ergebnisse des Selbstberichts aus der vergangenen Förderperiode, die Gesamtstrategie der Universität und ihre künftige Innovationskraft im Fokus der Bewertung.
Die TUD hat in den vergangenen Jahren die Exzellenzförderung genutzt, um neue Forschungsfelder zu erschließen, internationale Spitzenforschende anzuziehen, sich als Institution zu erneuern und den Technologie-Transfer durch TUD I excite deutlich zu stärken. Heute ist die TUD die patentstärkste Hochschule Deutschlands mit vielen erfolgreichen Ausgründungen in der Robotik, Mikroelektronik oder Biotechnologie.
- Erfolgsfaktor „The Collaborative University“
Ein besonderes Merkmal der TUD ist ihre an klaren Entwicklungszielen ausgerichtete vertrauensvolle Zusammenarbeit auf vielen Ebenen. Die TUD agiert in einem einzigartigen wissenschaftlichen Ökosystem. Dazu gehören im internationalen Rahmen intensiv gelebte transCampus-Partnerschaften in England und Indien sowie lokal und regional in der DRESDEN-concept (DDc) Allianz mit allen großen außeruniversitären Forschungsinstitutionen, mit Silicon Saxony, dem größten Cluster der Halbleiterindustrie in Europa sowie dem Biotech-Netzwerk Biosaxony.
„Im Zentrum unseres Erfolgs steht unser Profil als TUD | The Collaborative University: die enge Zusammenarbeit über Disziplinen hinweg, die Verbindung von Neugier-getriebener Grundlagenforschung mit transformationsorientierter Forschung gemeinsam mit unseren Partnern der DDc-Allianz“, sagt TUD-Rektorin Ursula Staudinger. „Unsere Exzellenzcluster und strategischen Forschungsfelder – von den Lebenswissenschaften und der Gesundheitsversorgung von morgen über neue und nachhaltige Materialien bis zu Mikroelektronik, Informations- und Datenwissenschaften für Robotik und Künstliche Intelligenz – zeigen, dass wir in bedeutenden Schlüsseltechnologien auch international Maßstäbe setzen.“
- Exzellenz als Auftrag
Mit dem nun zum dritten Mal errungenen Status als Exzellenzuniversität wird die TUD weiter von Bund und Land gefördert, um ihre strategischen Ziele weiterzuentwickeln, ihre internationale Spitzenstellung auszubauen und ihrer Leuchtturmfunktion gerecht zu werden.
- Hintergrund: Die TUD als Exzellenzuniversität
Die TUD war bereits im Rahmen der früheren Exzellenzförderung des Bundes und der Länder erfolgreich. Das erste Cluster wurde der TUD in 2006 zugesprochen und sie erhielt den Titel Exzellenzuniversität erstmals im Jahre 2012. Seit 2019 wird die TUD dauerhaft als Exzellenzuniversität gefördert. Als solche muss sie sich alle sieben Jahre einer Evaluation unterziehen.
Für die Förderlinie Exzellenzuniversitäten stehen insgesamt mindestens 148 Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung. Damit können nach Abschluss der Begutachtung auch der Neuanträge im Herbst 2026 künftig bis zu 15 Exzellenzuniversitäten beziehungsweise universitäre Exzellenzverbünde gefördert werden. Einzeluniversitäten können jährlich zwischen zehn und 15 Millionen Euro erhalten. Die Entscheidung über Neuanträge fällt Anfang Oktober 2026. Die neue Förderphase beginnt am 1. Januar 2027.