Forschungsbereich verknüpft KI und Biomedizin in Dresden

Das innovative Forschungsprogramm „Biomedizinische Künstliche Intelligenz (KI) – BioAI Dresden“ verknüpft KI-Methoden mit biochemischem und physikalischem Wissen über die Skalen der Biologie hinweg und soll entscheidend zum neuen wissenschaftlichen Verständnis der Gesundheit beitragen.

Roboterhand hält Doppelhelix - KI-generiertes Bild zu KI in der Biomedizin
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Die Boehringer Ingelheim Stiftung fördert seit November 2024 den neu gegründeten Forschungsbereich BioAI Dresden mit 20 Millionen Euro über 10 Jahre. Die andere Hälfte der insgesamt 40 Millionen Euro für das Gemeinschaftsprojekt im Bereich der biologischen und biomedizinischen KI kommen von der Max-Planck-Gesellschaft, der TU Dresden und dem Freistaat Sachsen.

“Lebende Systeme sind äußerst komplex. KI wird der Schlüssel sein, um diese Komplexität zu entschlüsseln und zu verstehen, wie lebende Systeme funktionieren. Dieses spannende Gemeinschaftsprojekt wird es uns ermöglichen, eine neue Generation physikbasierter biomedizinischer KI-Algorithmen zu entwickeln, um die Prinzipien und Mechanismen zu identifizieren, die lebende Systeme ausmachen. Damit sind wir hier am Standort bestens positioniert, um die nächste Revolution in den Lebenswissenschaften voranzutreiben.” Prof. Dr. Stephan Grill, Direktor des Max-Planck-Instituts für molekulare Zellbiologie und Genetik, Dresden.

Der neue Bereich BioAI Dresden mit seinen zwei Forschungsgruppen ist am Zentrum für Systembiologie Dresden (CSBD) angesiedelt, einem interinstitutionellen Zentrum zwischen dem Max-Planck-Institut für molekulare Zellbiologie und Genetik (MPI-CBG), dem Max-Planck-Institut für Physik komplexer Systeme (MPIPKS) und der Technischen Universität Dresden. Darüber hinaus wird BioAI Dresden im engen partnerschaftlichen Austausch mit dem ebenfalls von der Boehringer Ingelheim Stiftung geförderten AITHYRA-Institut in Wien stehen.

Die Verknüpfung von Biomedizin und künstlicher Intelligenz birgt ein enormes Potential, das nur durch umfassende und fachübergreifende Kooperationen gehoben werden kann. Gemeinsam streben BioAI Dresden und das AITHYRA-Institut Partnerschaften mit herausragenden Forschungsinstitutionen wie z. B. dem Europäischen Labor für Molekularbiologie (EMBL) mit seinen sechs Standorten in Europa, der EPFL - Eidgenössische Technische Hochschule Lausanne, der Universität Oxford und dem Broad Institute in den USA an. Mit dem neuen Forschungsprojekt kann Dresden hier sein bereits vorhandenes und weiter zu entwickelndes Potenzial voll einbringen.

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