"Silicon Saxony" zieht internationale Unternehmen an
Das Halbleiter-Ökosystem in Sachsen bietet große Vorteile, wie intensive branchenübergreifende Zusammenarbeit, einen fruchtbaren Austausch mit einem breit gefächerten Forschungs- und Entwicklungsumfeld und die Integration in wachsende internationale Netzwerke.
All dies wird durch eine hohe Konzentration technologieorientierter Hochschulen und erstklassiger Ausbildungseinrichtungen unterstützt. Dies schafft eine starke Dynamik in Bezug auf technologische und zukunftsorientierte Themen und ein einzigartiges Umfeld, in dem neue Technologien schnell zur Marktreife entwickelt, Innovationszyklen verkürzt und Kooperationen entlang komplementärer Wertschöpfungsketten effizient umgesetzt werden können. Die Anwendung verschiedener Technologien ist eine weitere Stärke, wie beispielsweise der Einsatz von Mikroelektronik bei der gemeinsamen Entwicklung innovativer Produkte („Co-Creation“) durch enge Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Akteuren in unterschiedlichen Bereichen, z. B. digitale Gesundheit, erneuerbare Energien und Zukunftsmobilität.
"Silicon Saxony" im Überblick
In den letzten Jahren hat sich der Cluster Silicon Saxony zum größten IKT- und Mikroelektronikstandort in Europa und zum fünftgrößten weltweit entwickelt. Mittlerweile trägt jeder dritte in Europa hergestellte Chip das Label „Made in Saxony“. Grundlage für diese erfolgreiche Entwicklung war das umfassende Know-how und die Konzentration von Unternehmen und Akteuren der Branche im heutigen Freistaat Sachsen seit den 1960er Jahren, also lange vor der deutschen Wiedervereinigung. Dieses hochinnovative und integrative Ökosystem umfasst heute rund 3.650 Unternehmen und etwa 81.000 Mitarbeiter. Sie sind auf allen Ebenen der Wertschöpfungskette der Mikroelektronik und IKT tätig, was einzigartig ist.
Die Global Player Bosch, GlobalFoundries, Infineon und X-Fab betreiben ihre hochmodernen Halbleiterfabriken in Dresden. Mit der Ansiedlung des taiwanesischen Chipherstellers TSMC etabliert sich Sachsen neben Asien und Nordamerika als globaler Halbleiterstandort in Europa und wird damit zu einer wichtigen europäischen Region für die Branche. Es gibt weltweit keinen anderen Ort, an dem so viele verschiedene Chiphersteller an einem Standort versammelt sind.
Der Einfluss von TSMC ist offensichtlich
„Wir spüren zunehmend die Auswirkungen der Investition von TSMC in Sachsen. Diese zeigen sich nicht nur in einer größeren internationalen Bekanntheit, sondern auch in einem wachsenden Interesse, insbesondere von taiwanesischen Unternehmen. Unser langfristiges Ziel ist es, dass sich Sachsen als „Taiwan-Drehscheibe” in Deutschland etabliert, nicht nur für die Mikroelektronik, sondern auch für andere Branchen”, erklärt Thomas Horn, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH (WFS).
Weitere Ansiedlungen aus Asien
Und die Region ist auf dem besten Weg, dieses Ziel zu erreichen: Es wurden Verbände gegründet, sächsisch-taiwanesische Konferenzen und Kulturprojekte organisiert, immer vielfältigere wissenschaftliche und wirtschaftliche Partnerschaften geschlossen, der Studentenaustausch boomt und die Community wächst.
All dies zieht noch mehr Unternehmen an, insbesondere aus Taiwan, aber auch aus den USA, Japan und anderen europäischen Staaten. Die Saxony Trade & Invest Corp. hat diese Projekte mit maßgeschneiderten Beratungsleistungen und engagierter Unterstützung begleitet. Mit ihrer langjährigen Expertise hat die Agentur die Unternehmen bis zum Abschluss der Projekte begleitet und ihre Integration in das bestehende sächsische Innovationsökosystem gefördert.
- Marketech International Corp. (MIC) aus Taiwan, ein wichtiger Zulieferer und Dienstleister für Fabrikinfrastruktur, hat Sachsen als ersten europäischen Standort gewählt. Das Unternehmen bietet einsatzbereite Fabrik- und Prozesssysteme wie automatisierte Versorgungssysteme für Spezialgase, Chemikalien und zugehörige Überwachungs- und Verarbeitungssysteme, insbesondere für die Halbleiterindustrie. Derzeit entsteht ein Büro- und Lagerstandort.
- TPC – Taiwan Puritic Corp. kommt ebenfalls aus Taiwan. Zu ihren Dienstleistungen gehören die Entwicklung, Planung und schlüsselfertige Umsetzung von Versorgungssystemen für hochreine Gase für Halbleiterfabriken, die für die moderne Chip-Produktion unverzichtbar sind. Ihre deutsche Tochtergesellschaft TPC Germany GmbH hat Produktions-, Lager- und Büroflächen im Sirius Business Park in Klipphausen bei Dresden eingerichtet, wo sie nun vielfältige lokale Lieferantenbeziehungen und Partnerschaften aufbaut.
- Die Investition des japanischen Unternehmens Kurita Water Industries Ltd. ist ein weiteres gutes Beispiel. Im Zuge der Übernahme des Ingenieurdienstleisters Arcade Engineering hat der weltweit tätige Spezialist für industrielle Wasseraufbereitung und Prozessmanagement seine Aktivitäten in Sachsen gebündelt und sich bewusst für die Stadt Radebeul bei Dresden als zentralen operativen Standort für Projekte auf dem europäischen Markt entschieden. Im Rahmen der laufenden Projektumsetzung sind rund zehn japanische Mitarbeiter vor Ort tätig, die vor allem Aufgaben in den Bereichen Engineering, Koordination und Projektmanagement übernehmen.
Der Mehrwert des Clusters wird auch innerhalb Europas anerkannt. So gründet beispielsweise das finnische Unternehmen Chipmetrics OY eine Niederlassung in Dresden. Dieses Unternehmen entwickelt und liefert Messlösungen für Fertigungsprozesse in der Halbleiterindustrie. Konkret liefert es innovative Messtechnik-Chips und Dienstleistungen unter Verwendung der ALE-Technologie (Atomic Layer Etching).
Diese neuen Ansiedlungen fördern das kontinuierliche Wachstum des “Silicon Saxony”-Clusters: Die neuen Zulieferer stärken das Ökosystem mit innovativen technischen Lösungen, Netzwerken und Aufträgen. Sachsen möchte diese Dynamik nutzen, um sich gemeinsam mit Bayern um das Chip Design Center Germany (KCDD) zu bewerben. Dieses Kompetenzzentrum soll ein Anlaufpunkt für Designkompetenz und Design-Enablement für Universitäten, Forschungseinrichtungen und Unternehmen sein. Damit würde eine große Lücke in der Wertschöpfungskette der deutschen Mikroelektronikindustrie geschlossen und die Chipdesign-Kompetenz in Sachsen weiter gestärkt.
Maßnahmen zur Sicherung des Fachkräftebedarfes
Sachsens Initiative im Bereich der Qualifizierung von Fachkräften ist ein weiteres wichtiges Signal für die Zukunft der Branche: Der geplante neue Ausbildungscampus in Dresden, der Ausbildungscluster Mikroelektronik (SAM) und die Einführung des dualen Ausbildungsgangs Mikrotechnik in englischer Sprache setzen neue internationale Maßstäbe für die nächste Generation von Halbleiterexperten.“
Das Dresdner Kompetenzzentrum für Elektrotechnik (BSZ), das bis 2028 gebaut werden soll, wird ein hochmoderner Bildungscampus sein, an dem rund 2.200 Studierende in Berufen ausgebildet werden, die in direktem Zusammenhang mit der Mikroelektronik- und Halbleiterindustrie stehen. Die Tatsache, dass das Projekt eine Förderung in Höhe von 100 Millionen Euro aus dem STEP-Budget (Strategic Technologies for Europe Platform) der EU erhalten hat, zeigt die Bedeutung dieses Themas auf europäischer Ebene. Darüber hinaus wird die BSZ eine Vorreiterrolle bei der Globalisierung der beruflichen Bildung übernehmen. Zum ersten Mal wird in Dresden ein kompletter Ausbildungsgang in englischer Sprache angeboten. Damit öffnet die Schule ihre Türen für Auszubildende aus aller Welt und reagiert damit auf den globalen Charakter der Halbleiterindustrie. Der Ausbildungscluster Mikroelektronik (SAM) zielt ebenfalls darauf ab, den wachsenden Bedarf an Fachkräften in der Halbleiterindustrie zu decken. Bis zum Ausbildungsjahr 2028/29 sollen bis zu 1.000 Ausbildungsplätze geschaffen werden. Darüber hinaus trägt der Ausbau der internationalen Schulen in Sachsen dazu bei, dass sich internationale Fachkräfte mit ihren Familien hier wohlfühlen und langfristig ihre Karriere in Sachsen planen können.
Zuverlässige politische Unterstützung
„Warum Sachsen beim Bau von Chipfabriken schneller ist als Arizona“ – so lautete die Überschrift eines Artikels in der deutschen Fachzeitschrift „Handelsblatt“, in dem anhand der Ansiedlung von TSMC gezeigt wurde, wie schnell Deutschland sein kann, wenn alle wirklich engagiert sind. Auf der SEMICON Taiwan im vergangenen Jahr betonte Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter die Vorteile dieses Standorts: „Mit der derzeit größten Baustelle Deutschlands in Dresden und jahrzehntelanger Erfahrung und Effizienz bei der Realisierung von Großinvestitionen bieten wir Stabilität, Zuverlässigkeit, Innovation und große Chancen für internationale Partner.“
Andere Unternehmen haben bereits von dieser Rekordgeschwindigkeit bei komplexen Genehmigungsverfahren profitiert: GlobalFoundries erhielt innerhalb von nur vier Monaten die Immissionsschutzgenehmigung für die Erweiterung seines Gefahrstofflagers von der sächsischen Landesdirektion, die auf solche Verfahren spezialisiert ist. Auch die regionalen Behörden handeln so schnell wie möglich, um die Wirtschaft zu unterstützen. Der jüngste Nutznießer dieser Unterstützung war das japanische Unternehmen TDDK im Landkreis Bautzen. Es erhielt die Genehmigung für seine fünfte Erweiterung im Wert von 90 Millionen Euro in nur zwei Monaten.
Somit bietet Sachsen Unternehmen und Investoren ideale Entwicklungsbedingungen, zahlreiche Anlaufstellen für den Aufbau profitabler Partnerschaften und die Möglichkeit, ihre Investitionsvorhaben innerhalb eines wettbewerbsfähigen Zeitrahmens zu realisieren. Die Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH (WFS) bietet Unterstützung und Hilfe bei der Zusammenführung potenzieller Partner mit den richtigen Akteuren.
(Quelle: Top Investments of the Year 2025 in Saxony, Germany Trade & Invest, Februar 2026)
Top Investments of the Year 2025 in Saxony
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