Sachsens Außenhandel 2025: Export schwächelt leicht, Importe steigen
Doppelt so stark wie in der gesamtdeutschen Entwicklung stiegen die sächsischen Importe im Jahr 2025 auf 39 Milliarden Euro und damit um zwölf Prozent im Vorjahresvergleich. Das war der höchste Wert, den die sächsische Einfuhr jemals erreicht hat.
Mit einem Zuwachs um zwei Prozent auf 4,7 Milliarden Euro belegte China den Spitzenplatz im Ranking der sächsischen Importpartner. Die Einfuhr aus den Vereinigten Staaten stieg deutlich um 172 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro. Hier waren es Luftfahrzeuge, deren Importwert sich um den Faktor 22 auf ca. 2,4 Milliarden Euro vergrößerte. Nach China sind Tschechien mit 4,5 Milliarden Euro und Polen mit 3,5 Milliarden Euro die wichtigsten Importländer für Sachsen.
Sachsen exportierte im Jahr 2025 Waren im Wert von 50,6 Milliarden Euro. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes sind das ein Prozent weniger als im Vorjahr. Am stärksten betroffen vom Rückgang waren die wichtigsten sächsischen Exportprodukte Pkw und Wohnmobile mit einem Rückgang um 1,3 Milliarden Euro auf 15,9 Milliarden Euro. Ausschlaggebend dafür waren vor allem die um knapp die Hälfte gesunkenen Lieferungen nach China auf 1 Milliarde Euro sowie um fast 14 Prozent in die USA auf 2,5 Milliarden Euro. Erstmals wichtigstes Exportland in diesem Sektor war das Vereinigte Königreich mit 2,9 Milliarden Euro (-2 Prozent). Dagegen konnten die sächsischen Autobauer ihre Exporte nach Frankreich um 20 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro steigern.
Die Vereinigten Staaten waren 2025 wichtigster Abnehmer sächsischer Exporte, dicht gefolgt von China (im Vorjahr auf Rang 1) und dem Vereinigten Königreich. Insgesamt blieb Europa mit einem Anteil von 63 Prozent der wichtigste Absatzmarkt für sächsische Waren.