Sächsischer Wasserstoff-Technologiecluster feiert 10-jähriges Bestehen

Der HZwo Wasserstoff-Technologiecluster feiert sein 10-jähriges Bestehen und blickt auf eine erfolgreiche Entwicklung vom regionalen Netzwerk hin zu einem europäischen Cluster zurück.

Quelle: pixabay
Quelle Quelle: pixabay

Alles begann am 1. April 2016: Mit dem Start des Projekts „HZwo BIP“, dem ersten sächsischen ESF-InnoTeam aus fünf Unternehmen und Forschungseinrichtungen zur Entwicklung einer metallischen Bipolarplatte für Brennstoffzellen, entstand ein Netzwerk mit dem Ziel, nicht nur einzelne Komponenten zu erforschen, sondern die gesamte Wertschöpfungskette in Sachsen aufzubauen. Daraus entwickelte sich die Mission des Clusters: Innovationen in marktfähige Lösungen zu überführen und neue industrielle Perspektiven zu schaffen.

Clusterentwicklung stärkt Strukturwandel und Mittelstand

Ein wichtiger Meilenstein folgte 2017 mit der Ausschreibung zur GRW-Clusterförderung des Freistaates Sachsen, die darauf abzielte, Innovationscluster bei der Erschließung neuer Märkte, dem Einsatz neuer Technologien und der Zusammenarbeit zu stärken. In diesem Zusammenhang wurde im Jahr 2017 aus dem HZwo-Netzwerk der heutige Verein gegründet; mit sieben Gründungsmitgliedern aus Forschung und Wirtschaft und zunächst vollständig durch Mitgliedsbeiträge finanziert.  

Das Wachstum des Netzwerks verlief dynamisch: Bereits 2018 zählte HZwo 25 Mitglieder. Auch während der Corona-Pandemie blieb der Cluster aktiv und entwickelte kreative Formate wie digitale Workshops, aber auch innovative Lösungen für sichere Präsenzveranstaltungen. 2020 umfasste das Netzwerk bereits 50 Mitglieder, 15 Projekte und ein vierköpfiges Team.  

Heute ist HZwo ein europaweites Cluster mit über 170 Mitgliedern aus Deutschland, Frankreich, Niederlande, Österreich, Polen, Schweiz, Spanien und Tschechien sowie Partnern in Australien und Nordamerika. Seit 2016 wurden rund 50 erfolgreiche HZwo-Projekte aus dem Cluster heraus initiiert. Neben der Projektarbeit führt HZwo jährlich mehrere Fachveranstaltungen durch und organisiert Gemeinschaftsstände für Unternehmen auf den internationalen Leitmessen für Wasserstoff in Europa. 

HIC-Forschungs- und -Transferzentrum hat im Jahr 2025 seine Arbeit aufgenommen 

Ein zentrales Vorhaben ist seit 2019 der Aufbau des HIC - Hydrogen Innovation Center in Chemnitz. Als moderne industrielle Forschungs-, Test- und Zertifizierungseinrichtung für Wasserstofftechnologien ist es ein Standort des nationalen Innovations- und Technologiezentrums Wasserstoff (ITZ H2). Die HIC gGmbH – ein Tochterunternehmen des HZwo e.V. – erhält bis 2030 vom Bund und vom Freistaat Sachsen bis zu 84,4 Millionen Euro für den Aufbau europaweit einzigartiger Wasserstofflabore und Testinfrastrukturen aus dem neuen Wasserstoffcampus in Chemnitz.  

„Unser Ziel war es von Anfang an, Wasserstofftechnologien aus der Forschung in die industrielle Anwendung zu bringen und Wertschöpfung in Sachsen, Deutschland und Europa zu stärken. Dass wir heute ein europaweites und international vernetztes Cluster sind, bestätigt diesen Ansatz“, so Karl Lötsch, Geschäftsführer des HZwo e.V.  

HZwo baut internationale Aktivitäten weiter aus

Mit Blick auf die kommenden Jahre wird HZwo seine Rolle als Plattform für Innovation, Kooperation und Marktentwicklung weiter ausbauen, auch international. Bereits heute intensiviert das Cluster seine Aktivitäten in Europa sowie in internationalen Wachstumsmärkten und baut strategische Partnerschaften in Spanien, Indien und Australien kontinuierlich aus. Mit diesem Ansatz verfolgt HZwo das Ziel, die Transformation hin zu einer nachhaltigen Wasserstoffwirtschaft nicht nur regional, sondern auch in Europa und darüber hinaus aktiv mitzugestalten.