10 Jahre Wasserstoff-Technologiecluster HZwo

Der Wasserstoff-Technologiecluster “HZwo” aus Sachsen feiert sein zehnjähriges Bestehen und markiert damit einen bedeutenden Meilenstein für den Wirtschaftsstandort Sachsen. Was vor einem Jahrzehnt als regionales Projekt begann, hat sich zu einem internationalen Ökosystem entwickelt.

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Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter: “Der HZwo e.V. hat bewiesen, dass aus einer Vision eine industrielle Erfolgsgeschichte werden kann. Was als Forschungsprojekt für Komponenten begann, ist heute ein Motor für den strukturellen Wandel Sachsens. HZwo verbindet Wirtschaft und Wissenschaft und trägt so maßgeblich dazu bei, dass Sachsen gut aufgestellt in das globale Rennen um die Etablierung der Wasserstoffwirtschaft geht.”

Die Reise begann mit dem “HZwo BIP”-Projekt, einem engagierten InnoTeam, das durch die sächsische ESF-Technologieförderung unterstützt wurde. Das Ziel war von Beginn an ambitioniert: Es ging nicht nur um die Erforschung einzelner Komponenten, sondern darum, direkt in Sachsen Wertschöpfungsketten aufzubauen. Dieser Weg hat sich ausgezahlt. Aus dem InnoTeam wurde in kurzer Zeit ein Netzwerk – und dieses ist schnell gewachsen: von sieben Mitgliedern im Jahr 2017 auf heute über 170 Mitglieder.

Dabei ist der HZwo e. V. längst nicht mehr nur auf Sachsen begrenzt. Der Verein hat sich von einem regionalen Netzwerk zu einem anerkannten europäischen Cluster entwickelt. Mit Experten aus Frankreich, den Niederlanden, Österreich, Polen, der Schweiz, Spanien und Tschechien sowie Partnern aus Australien, Indien und Nordamerika verbindet HZwo globales Wissen mit lokaler Umsetzungskraft.

Eine zentrale Säule dieser Entwicklung ist das Hydrogen Innovation Center (HIC) in Chemnitz, das als nationales Innovations- und Technologiezentrum Wasserstoff eine Schlüsselrolle einnimmt. Mit einer Förderung von rund 84,4 Millionen Euro durch den Bund und den Freistaat Sachsen wird das HIC bis 2030 eine europaweit einzigartige Infrastruktur für Wasserstoff-Labore und Testdienstleistungen bereitstellen.

Zusätzlich stellen die Europäische Kommission und der Freistaat Sachsen Fördermittel in Höhe von rund 28 Millionen Euro für 20 Forschungs- und Entwicklungsprojekte als Zuwendung im Rahmen der sächsischen EFRE-Technologieförderung bereit.

Neben dem HIC prägen weitere strategische Säulen das Profil des Vereins: die sächsische Kompetenzstelle Wasserstoff (KH2), das Innovationscluster “Wasserstoffland Sachsen” sowie der nationale Transformations-Hub “cH2ance”.

  • Über HZwo e. V.

HZwo e. V. ist ein Innovationscluster für Wasserstofftechnologien mit Sitz in Chemnitz. Der Verein vernetzt Unternehmen, Forschungseinrichtungen, Politik und Gesellschaft, um die Entwicklung und Anwendung von Wasserstofftechnologien voranzutreiben und neue Wertschöpfungsketten zu etablieren.

  • Hintergrund: Sächsische Technologieförderung

Sachsen unterstützt seit vielen Jahren Unternehmen im Freistaat mit einer technologie- und branchenoffenen Technologieförderung bei der Forschung und Entwicklung neuer, innovativer Produkte und Verfahren, beim Technologietransfer in Unternehmen sowie beim Aufbau personeller Kapazitäten und stellt dafür insgesamt rund 700 Millionen Euro zur Verfügung. Die Antragstellung dafür ergänzt Sachsen in der Förderperiode 2021 bis 2027 durch Aufrufe zu thematischen oder regionalen Schwerpunkten.

Mit der Projektförderung für Forschung und Entwicklung (FuE) erhalten sächsische Unternehmen Unterstützung für innovative, technologieorientierte FuE-Projekte, die der Entwicklung neuer oder verbesserter Produkte und Verfahren dienen. In FuE-Verbundprojekten wird die Zusammenarbeit kleiner und mittlerer sächsischer Unternehmen (KMU) mit anderen Unternehmen, Forschungseinrichtungen oder Hochschulen im Freistaat Sachsen unterstützt.

Mit dem Förderbaustein InnoTeam des MINT-Fachkräfteprogramms ESF Plus 2021-2027 werden sächsische KMU beim Aufbau von gemeinsamen Kompetenzteams mit sächsischen Hochschulen und Forschungseinrichtungen gefördert. Die Unternehmen können so direkt vom wissenschaftlichen Know-how profitieren, bauen langfristige Kooperationen auf und stärken ihre Innovationskraft.

Weitere Informationen zu den Unterstützungsmöglichkeiten der sächsischen Technologieförderung erhalten Interessierte auf den Internetseiten der SAB - Sächsischen Aufbaubank.