Griesson - de Beukelaer erweitert Standort in Wurzen
Das Familienunternehmen investiert mehr als 100 Millionen Euro in den Bau einer neuen Produktionshalle und Logistikhalle mit automatisiertem Regallager sowie in ein neues modernes Sozial- und Verwaltungsgebäude am Standort.
Bis 2027 entstehen mit dem Aufbau modernster Anlagen zusätzliche Produktionskapazitäten für GRIESSON soft cake, den Marktführer im Segment Schokogebäck mit Frucht, und bis zu 100 neue Arbeitsplätze am Standort Wurzen. Der erste Spatenstich erfolgte im Juli 2025.
GRIESSON soft cake, seit 1977 einer der beliebtesten Kekse im deutschen Gebäckmarkt und Marktführer im Segment Schokogebäck mit Frucht, ist nicht nur ein besonderes Beispiel für Qualität und Tradition, sondern auch für Innovation und Wachstum: Mit der Erweiterung des Standorts in Wurzen investiert das Unternehmen in neue Produktionsanlagen und modernste Technologien, um ab 2027 erstmalig GRIESSON soft cake in Wurzen zu produzieren. Mit zukunftsweisenden Technologien wird der bereits hohe Automatisierungsgrad erhöht und damit die nachhaltige Entwicklung des Standorts langfristig gesichert.
“Wir gestalten unsere Zukunft mit Zuversicht und Ambitionen. Wir bekennen uns zum Standort Deutschland und investieren, weil in Polch, Kahla und Wurzen unsere Wurzeln sind: In unsere Werke, in Fortschritt, Technologie und Digitalisierung, in neue spannende Produktkonzepte. Die Standorterweiterung in Wurzen ist eine zukunftsweisende Investition für unser Familienunternehmen und wir danken den Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft in Sachsen für die konstruktive Unterstützung und sachorientierte Lösungen”, sagt Dany Schmidt, Vorsitzender der Geschäftsführung von Griesson - de Beukelaer.
Im Rahmen des Bund-Länder-Programms GRW-RIGA, Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ unterstützt der Freistaat Sachsen unser Familienunternehmen bei diesem Investitionsvorhaben. Die Maßnahme wird mitfinanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.
- Hintergrund
Gebäck hat in Wurzen eine lange Tradition: 1886 gründeten Ernst und Fritz Krietsch die Wurzener Kunstmühlen und Bisquitfabriken AG und produzierten in den ersten Jahren Pfefferkuchen, Honigkuchen, Hundekuchen und Schiffszwieback. Ab 1946 wurde sie als Volkseigener Betrieb weitergeführt und war im Volksmund als »die Krietsche« bekannt. Nach der Übernahme anderer Gebäckfabriken wurde Wurzen in den 1980er-Jahren zum Leitbetrieb für Dauerbackwaren wie Kekse, Lebkuchen, Gebäckmischungen und Waffelerzeugnisse in der DDR und exportierte auch Gebäck in den Westen. Nach der Wende wurde die Wurzener Dauerbackwaren GmbH gegründet. Sie gehört seit 2008 zu Griesson - de Beukelaer.
Das Bund-Länder-Programm GRW mit seinen Teilprogrammen GRW-Infra und GRW-RIGA ist das wichtigste Instrument der Wirtschafts- und Strukturpolitik in Sachsen. Das sächsische Kabinett hat am 19. Mai 2026 beschlossen, die beiden GRW-Richtlinien neu zu fassen. Damit setzte Sachsen ein zentrales Vorhaben aus dem Ende März von Wirtschaftsminister Dirk Panter vorgestellten Zukunftspaket I um. Die Förderung für die kommunale wirtschaftsnahe Infrastruktur (Infra) und die einzelgewerbliche Wirtschaft (RIGA) wurde deutlich vereinfacht.