Dresden: Richtfest für Forschungsneubau der Material- und Quantenwissenschaften

Optimale Bedingungen für die gemeinsame Spitzenforschung an innovativen Quantenmaterialien und Halbleitertechnologien: Am 1. September feierten das Leibniz-Institut IFW Dresden und das Exzellenzcluster ctd.qmat der TU Dresden das Richtfest für den gemeinsamen Forschungsneubau.

Visualisierung des Forschungsneubaus in Dresden
Quelle AWB Architekten Dresden
  • Hightech-Labore, Büros und Kommunikationsinseln

Das Gebäude entsteht auf dem Campus Südvorstadt der Technischen Universität Dresden (TUD) an der Nöthnitzer Straße und wird Hightech-Labore, Büros und Kommunikationsinseln für die Wissenschaftler bereitstellen. Im Fokus ihrer Arbeit stehen die Erforschung und das Design neuartiger Materialien, unter anderem für energiesparende Quantenchips und hochsensible Quantensensoren. Der fertige Bau soll Mitte 2029 eröffnet werden. Die vom Freistaat Sachsen und dem Bund getragenen Baukosten belaufen sich auf rund 70 Millionen Euro.

Prof. Dr. Bernd Büchner, Wissenschaftlicher Direktor des IFW Dresden: „Die gemeinsame Forschungsinfrastruktur eröffnet uns hervorragende Möglichkeiten für die Erforschung von Quantenmaterialien in Theorie und Experiment. Sie schafft ideale Voraussetzungen für den engen wissenschaftlichen Austausch und neue gemeinsame Forschungsansätze. Wir freuen uns darauf, künftig noch enger unter einem Dach zusammenzuarbeiten.“

Prof. Dr. Matthias Vojta, Sprecher des Exzellenzclusters Complexity, Topology and Dynamics in Quantum Matter (ctd.qmat): „Wer in der Quantenphysik auf internationalem Spitzenniveau forschen will, ist auf Kollaboration angewiesen. Ein gemeinsames Gebäude ist deshalb mehr als ein Ort, an dem zwei starke Partner Labore und Büros teilen. Der Forschungsneubau verbindet unser Know-how, bündelt unsere Stärken und ermöglicht Austausch – vom Gebäudeeingang bis zur Kaffeepause. Hier entsteht der Hotspot für die Spitzenforschung an Quantenmaterialien in Sachsen.“

  • Hintergrund: Zahlen und Fakten zum neuen Forschungsgebäude

Auf mehr als 8.000 Quadratmetern soll untersucht werden, welche außergewöhnlichen Eigenschaften Quantenmaterialien unter Extrembedingungen, wie zum Beispiel ultratiefen Temperaturen, entfalten und welches Potenzial dies für neuartige Bauteile eröffnet. Ziel ist es, Quantenmaterialien zu entwickeln, die neue grüne Energietechnologien, energiesparende Elektronik oder robuste Quantenbits ermöglichen. Damit wird der Neubau zu einem Ort der internationalen Quanten-Spitzenforschung.

Von Beginn an trägt das IFW Dresden als Bauherr die Verantwortung für Planung, Koordination und Realisierung des gemeinsamen Forschungsneubaus. Die Bauherrschaft des IFW Dresden für ein gemeinsam mit der TUD genutztes Forschungsgebäude ist bundesweit ein außergewöhnliches Modell der Zusammenarbeit zwischen einer außeruniversitären Forschungseinrichtung und einer Universität. Der Neubau schafft zugleich Raum für die Weiterentwicklung bestehender Kooperationen und für neue gemeinsame Forschungsinitiativen beider Einrichtungen.