Jetzt bewerben: Europa sucht "Neudenker" für mehr Schnelligkeit im Design von AI-Chips
Ziel der Challenge ist es, mit Hilfe von KI den Designprozess leistungsfähiger Chips drastisch zu verkürzen und konkrete, produktionsfertige Chip-Designs für KI-Anwendungen zu entwickeln.
Künstliche Intelligenz durchdringt in rasantem Tempo jeden Sektor, von der Medizin über die Mobilität bis hin zur Energie- und Datensicherheit. Was heute als Innovation gilt, ist morgen schon Standard. Die Entwicklungsgeschwindigkeit übertrifft sich Woche für Woche.
Doch während die KI-Landschaft sich täglich transformiert, kann die Hardware nicht Schritt halten. Die Chips, die KI-Systeme antreiben sollen, sind für die Modelle von gestern designt. Die Skalierungsregeln, die jahrzehntelang die Halbleiterentwicklung definiert haben, tragen nicht mehr. Stattdessen verschiebt sich der Innovationspfad hin zu neuen Ansätzen und mutigen Architekturen jenseits von Legacy-Systemen.
Die Chance: Neue KI-Modelle und Open-Source-Technologien senken die Einstiegshürden und eröffnen Design-Möglichkeiten, die noch vor kurzem undenkbar waren. Der Suchraum für zukunftsweisende Ideen wächst. Deshalb ist jetzt der Zeitpunkt für einen strategischen Neuanfang im Chip Design – Made in Europe.
Ein Kooperationsprojekt der europäischen Innovationsagenturen SPRIND (mit Sitz in Leipzig / Sachsen) und NADI (Nationale Agentur für disruptive Ideen in den Niederlanden), die sich derzeit in Gründung befindet.
Von der Architektursuche über die RTL-Generierung bis hin zur Verifikation sollen KI-Systeme den Entwicklungsprozess weitgehend autonom steuern und optimieren. Reinforcement Learning und autonome Agentensysteme ermöglichen es, komplexe Designentscheidungen eigenständig zu treffen und die Entwicklungszeit von Jahren auf wenige Wochen zu verkürzen. KI wird zum eigentlichen Chipdesigner.
Gesucht sind hochleistungsfähige und energieeffiziente Chiparchitekturen, die speziell auf die Anforderungen von KI-Giga-Factories und europäische Stärkefelder wie Data Security. Biotechnologie, Robotik und Mobilität zugeschnitten sind. Ziel sind keine inkrementellen Verbesserungen bestehender Systeme, sondern neue Maßstäbe bei Rechenleistung, Energieeffizienz und Skalierbarkeit.
Die Challenge läuft über 20 Monate und zwei Stufen. Eine Jury aus anerkannten Experten unterstützt SPRIND und NADI bei der Auswahl und Bewertung der teilnehmenden Teams. SPRIND und NADI bieten finanzielle Unterstützung in Form von individuellen Festpreisverträgen auf Basis der Kostenschätzung der Teams mit bis zu 9.600.000 € pro Team über zwei Stufen. In Stufe 1 (8 Monate) bis zu 2,6 Mio. € pro Team und in Stufe 2 (12 Monate) bis zu 7,0 Mio. € pro Team.
Um den Teams zu helfen, ihr volles Potenzial zu erreichen, stellen SPRIND und NADI weitere Unterstützungsmöglichkeiten über den gesamten Zeitraum der Challenge bereit. Sie helfen dabei, den Zugang zu möglichen neuen Kooperationspartnern und Experten zu erleichtern. Nach dem Ende der zweiten Stufe wird für herausragende Teams eine Folgefinanzierung im zweistelligen Millionenbereich angestrebt, um die Umsetzung der entwickelten Designs in der Tape-out-Phase zu ermöglichen. Die konkreten Einzelheiten zu einer möglichen Folgefinanzierung werden zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlicht.
Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 30. November 2026 um 11:00 Uhr (MEZ). Alle bis zu diesem Zeitpunkt eingegangenen Bewerbungen werden berücksichtigt.