TU Bergakademie Freiberg gründet "Innovation Center"

Wie finden Innovationen und neue Technologien aus der Wissenschaft ihren Weg in die Anwendung? Mit dem neuen „TUBAF Innovation Center“ bündelt die TU Bergakademie Freiberg (TUBAF) ihre Kompetenzen, um Forschende auf diesem Weg zu begleiten.

Gleichzeitig schafft dieses Zentrum für Transfer und Gründung eine zentrale Anlaufstelle für Unternehmen, die wissenschaftliche Expertise suchen, Kooperationen mit der Universität anstoßen oder neue Technologien in die Anwendung bringen wollen. Von der neuen Struktur erwartet die Universität auch zusätzliche Impulse für Wirtschaft und Innovation insbesondere in Mittelsachsen. Am 29. September 2026 nahm das Center offiziell seine Arbeit auf.

„Unsere Forschung soll dort Wirkung entfalten, wo neue Lösungen gebraucht werden – in Unternehmen, in der Region und in der Gesellschaft. Gerade für Mittelsachsen sehen wir darin eine große Chance. Mit dem TUBAF Innovation Center wollen wir dazu beitragen, dass aus wissenschaftlichen Erkenntnissen häufiger neue Technologien, Kooperationen und Gründungen entstehen“, sagt Rektorin Prof. Dr. Jutta Emes.

  • Transfer, Gründung und Schutzrechte aus einer Hand

Ob für eine Forschungsidee eine Kooperation mit einem Unternehmen, ein Patent oder eine Ausgründung der passende Weg ist, steht am Anfang häufig noch nicht fest. Das frisch gegründete Center führt deshalb die Transferstelle, die Gründungsberatung und die Schutzrechtsabteilung zusammen. So können unterschiedliche Verwertungswege von Beginn an gemeinsam betrachtet werden. Auch Unternehmen erhalten einen zentralen Zugang zu wissenschaftlicher Expertise und Kooperationsmöglichkeiten an der TU Bergakademie Freiberg.

„Gerade in Forschungsprojekten entstehen Technologien und Ideen, die als Innovationsquelle für etablierte Industrie und neue Unternehmen dienen. Mit dem TUBAF Innovation Center können wir Fragen zu Schutzrechten, Verwertung und Gründung direkt mitdenken und so Wirkung und Rückflüsse für die Bergakademie stärken“, sagt Prof. Dr. Martin Bertau, Prorektor für Forschung und Transfer.

  • Starke Basis für die neue Struktur

Das neue Zentrum baut auf erfolgreichen Transferaktivitäten der Universität auf. Laut einer aktuellen Auswertung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) kommt die TUBAF auf rund 24 Patentanmeldungen je 1.000 Studierende und Jahr; der deutschlandweite Hochschuldurchschnitt liegt bei rund zwei Patentanmeldungen. Auch in der Gründungsförderung gehört die TUBAF zu den erfolgreichen kleinen Hochschulen: Im Gründungsradar 2025 erreicht sie bundesweit einen Platz in der Spitzengruppe. Das neue Zentrum soll diese Stärken nun enger verzahnen und Transfer früher in Forschungsprozessen mitdenken.