Geschäftsanbahnungsreise nach Tschechien und Polen: Kreislaufwirtschaft

Wirtschaftsförderung Sachsen

Die Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH (WFS) führt gemeinsam mit ihren Beauftragten in Tschechien und Polen eine Markterkundungsreise zum Thema Kreislaufwirtschaft durch. Für sächsische Unternehmen und Einrichtungen der Branche bieten sich in beiden Ländern vielfältige Möglichkeiten für Kooperationen und Ideenaustausch. Die Anmeldung ist bis zum 31. Juli 2026 möglich.

Platzhalterbild  Kreislaufwirtschaft
Quelle PIC: AI-generiert
Ort
Tschechien, Polen (insbesondere Oberschlesien, Oppeln, Niederschlesien)
Veranstaltungsdatum
26. - 29. Oktober 2026
Anmeldeschluss
31.07.2026
Zielgruppe
sächsische Unternehmen und Einrichtungen der Kreislaufwirtschaft, insbesondere Entsorgungs- und Recyclingindustrie, Materialwirtschaft, Upcycling
Branchen
Kreislaufwirtschaft, Abfallwirtschaft, Recycling, Materialwirtschaft, Upcycling
Land/Region
Tschechien, Polen
Veranstalter
Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH (WFS) gemeinsam mit den AHKn Tschechien und Polen
Kosten für die Teilnahme
Der Teilnahmebeitrag beträgt 400,00 EUR zzgl. gesetzlicher USt. pro Person und umfasst die Organisationskosten, den Bustransfer ab / nach Dresden sowie die im Programm genannten Mahlzeiten. Die Kosten für Übernachtungen und weitere nicht im Programm enthaltene Mahlzeiten tragen die Teilnehmenden selbst. Gern übermittelt der Veranstalter Hotelempfehlungen. Die Teilnehmendenzahl ist begrenzt.

Informationen und Zielsetzung

Vor Ort lernen die Teilnehmenden potenzielle Partner und Best Practice-Beispiele kennen. Das Programm der Reise wird aktuell erstellt, wobei die sächsischen Teilnehmenden das Programm der Reise aktiv mitgestalten können. Bitte geben Sie Ihre Interessen bei der Anmeldung mit an. 

Die Leistungen der Veranstalter:

  • Organisatorische und inhaltliche Vorbereitung sowie Durchführung vor Ort
  • Gruppenbustransfer Dresden – Zielorte in Tschechien und Polen - Dresden
  • Programm bestehend aus Markt- und Branchenbriefing, Besuchen in Betrieben und Forschungseinrichtungen, Matchmaking
  • Organisation von Hotelkontingenten zur Selbstbuchung
  • Deutschsprachige Begleitung vor Ort

Informationen zu den Zielmärkten:

Polen und Tschechien zählen zu den dynamischsten Volkswirtschaften der EU und gelten als sehr wichtige Wirtschafts- und Handelspartner Sachsens. Laut aktuellen Prognosen – u. a. von Germany Trade & Invest – wird für Polen und Tschechien 2026 erneut ein moderates reales BIP-Wachstum im Bereich von rund zwei bis drei Prozent erwartet. Treiber sind vor allem der private Konsum, Infrastruktur und Bauwirtschaft, eine diversifizierte industrielle Basis sowie umfangreiche öffentliche und europäische Förderprogramme (Quelle: GTAI).

Kreislaufwirtschaft in Tschechien (Quelle: GTAI)

Im Industrieland Tschechien fallen enorme Mengen Abfall an. Entsorgung und Verwertung bieten viel Potenzial und sind ein aussichtsreiches Zukunftsgeschäft. Das Abfallvolumen in Tschechien wächst weiter. Das gilt für industrielle Erzeuger ebenso wie für private Haushalte. Gründe sind das steigende Wohlstandsniveau, die sich entwickelnde Wirtschaft und der Boom im Onlinehandel. Außerdem ist die Einwohnerzahl nach Russlands Angriffskrieg durch Geflüchtete aus der Ukraine gestiegen. Im Jahr 2024 erreichte das Abfallvolumen einen Rekordwert von 40,3 Millionen Tonnen. Die Deponiequote bei Haushaltsabfällen ist von 48 Prozent (2021) auf 42 Prozent (2024) gesunken. Der Rest wird verbrannt, recycelt oder kompostiert. Im europäischen Vergleich hat das Land aber immer noch viel Nachholbedarf. Weiterhin landen jedes Jahr über 5 Millionen Tonnen Abfälle auf Tschechiens Deponien, rund die Hälfte davon als Siedlungsmüll. Diese Menge soll in den kommenden Jahren sinken. Der Aktionsplan "Cirkulární Česko" beschreibt den Weg zu einer effizienteren Kreislaufwirtschaft. Geplant ist, schon beim Produktdesign die künftige Wiederverwertung stärker zu berücksichtigen und eine längere Lebensdauer zu ermöglichen. Der Anteil von Sekundärrohstoffen soll erhöht werden und mehr Produktionsabfälle in den Wirtschaftskreislauf zurückkehren. Es werden neue Recyclingtechnologien sowie die Einführung digitaler und smarter Lösungen für die Abfallwirtschaft unterstützt. Dazu gehören auch automatisierte Anlagen oder Roboter für Müllsortierung und Recycling. Der Aktionsplan strebt an, Einwegartikel – besonders aus Kunststoff – zu reduzieren. Bei Bioabfällen wird mehr Kompostierung gefördert. Für Bauabfälle ist eine sauberere Trennung der einzelnen Bestandteile das Ziel, zum Beispiel durch selektive Demontage von Gebäuden. Ziel ist es, die Abfallmenge nicht mehr proportional zum Wirtschaftswachstum ansteigen zu lassen. Dazu beitragen soll eine Sharing Economy, also das gemeinsame Nutzen von Ressourcen.

Agenda

Montag, 26. Oktober 2026

  • 07:30 Uhr: Abfahrt mit dem gemeinsamen Bus ab Dresden in Richtung Tschechien
  • Termine in Tschechien, u. a. bei Škoda in Mladá Boleslav
  • Übernachtung in Tschechien, am Abend Matchmaking mit tschechischen Länder- und Branchenexperten

Dienstag, 27. Oktober 2026

  • tagsüber weitere Termine in Tschechien
  • im Anschluss Weiterreise nach Polen (Gliwice oder Katowice), am Abend Matchmaking mit polnischen Länder- und Branchenexperten
  • Übernachtung in Oberschlesien (Gliwice oder Katowice)

Mittwoch, 28. Oktober 2026

  • Besuche in Unternehmen und Forschungseinrichtungen in Oberschlesien, u. a. Technische Universität Gliwice, Forschungszentrum Łukasiewicz,
  • am Abend Zeit zur freien Verfügung
  • Übernachtung in Oberschlesien (Gliwice oder Katowice)

Donnerstag, 29. Oktober 2026

  • Unternehmensbesuche in Oppeln und Niederschlesien
  • Rückreise mit dem gemeinsamen Bus nach Dresden
  • ca. 20:30 Uhr: Ankunft in Dresden

Kontakt

Kurzynoga, Anna
Quelle Baldauf & Baldauf Fotografie

Anna Kurzynoga

Außenwirtschaft & Messen

+49-351-2138 130

Anrufen: +49-351-2138 130

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Die Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH (WFS) führt gemeinsam mit ihren Beauftragten in Tschechien und Polen eine Markterkundungsreise zum Thema Kreislaufwirtschaft durch. Für sächsische Unternehmen und Einrichtungen der Branche bieten sich in beiden Ländern vielfältige Möglichkeiten für Kooperationen und Ideenaustausch. Die Anmeldung ist bis zum 31. Juli 2026 möglich.