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Die Begleitung aktueller Themen der öffentlichen Diskussion und die strategische Ausrichtung der Wirtschaftspolitik im Freistaat Sachsen auf Größenwachstum, Innovationskraft und Internationalisierung sind essentiell. Wir informieren Sie zu wichtigen Märkten und internationalen Entwicklungstrends.

11.09. 2019

Internationale Bildungsindikatoren: Sachsens Arbeitskräfte überdurchschnittlich qualifiziert

In Deutschland beginnen immer mehr Menschen hochqualifizierende Bildungsgänge. Im Berichtszeitraum haben 6 von 10 Menschen eines Altersjahrgangs ein Hochschulstudium oder ein hochqualifizierendes berufsorientiertes Bildungsprogramm wie eine Meister-, Techniker- oder Erzieherausbildung aufgenommen. Das ist ein zentrales Ergebnis des Berichts „Internationale Bildungsindikatoren im Ländervergleich 2019“, den die Statistischen Ämter des Bundes und der Länder heute in Berlin vorgestellt haben. Allerdings zeigen sich regionale Unterschiede: So übertrafen die Stadtstaaten Berlin (92 %), Bremen (82 %) und Hamburg (80 %) sowie Sachsen (69 %) und das Saarland (65 %) den OECD-Durchschnitt von 65 %, elf Bundesländer lagen darunter.

Hohe MINT-Anfängerquote

Unter den 36 OECD-Staaten hatte Deutschland im Jahr 2017 mit einem Anteil von 39 % die meisten Anfängerinnen und Anfänger bei hochqualifizierenden Bildungsgängen im MINT-Bereich, also den naturwissenschaftlich, mathematisch und technisch orientierten Fächern. In den Bundesländern lag der MINT-Anteil zwischen 28 % in Brandenburg und bis zu 44 % in Mecklenburg-Vorpommern. Über dem Bundesdurchschnitt lagen zudem Bayern, Baden-Württemberg, Niedersachsen und Sachsen.

Auch beim Anteil der 25- bis 64-jährigen Bevölkerung mit einem hochqualifizierenden MINT-Abschluss hatte Deutschland im Jahr 2018 mit 35 % die höchste Quote unter den OECD-Staaten. Alle Bundesländer von Hamburg und Berlin (jeweils 26 %) bis Baden-Württemberg und Sachsen (jeweils 39 %) lagen über dem OECD-Durchschnitt von 25 %, wobei der Schwerpunkt innerhalb der MINT-Fächer in der Fächergruppe Ingenieurwesen, verarbeitendes Gewerbe und Baugewerbe lag.

     

Jedes Alter gut gebildet

Sowohl in der Altersgruppe der 25- bis 34- Jährigen als auch in der Altersgruppe der 55- bis 64-Jährigen hatten 87 % der Personen in Deutschland im Jahr 2018 eine mittlere oder hohe Qualifikation. Das heißt, sie hatten mindestens eine Studienberechtigung erlangt oder eine Berufsausbildung abgeschlossen. Während Deutschland damit bei den Älteren klar über dem OECD-Durchschnitt von 71 % lag, übertraf der Wert bei den Jüngeren nur knapp das OECD-Mittel von 85 %. In beiden Altersgruppen liegen Thüringen und Sachsen mit Werten von mehr als 90 % vorn.

    

Höchste Anteile internationaler Studierender in Berlin, Sachsen und Brandenburg

Die höchsten Anteile internationaler Studierender an allen Studierenden im Tertiärbereich hatten Berlin mit 13 %, Sachsen mit 12 % sowie Brandenburg mit 11 %. Die geringsten Anteile wiesen Schleswig-Holstein mit 5 % sowie Mecklenburg-Vorpommern mit 6 % auf. Zudem übertrafen alle Länder bis auf Schleswig-Holstein den OECD-Durchschnitt von 5,8 %. 

   

Sachsens Hochschulen bei Studienanfängern beliebt

Ergänzend zur Gemeinschaftsveröffentlichung „Internationale Bildungsindikatoren im Ländervergleich 2019“ gab das Statistische Landesamt Sachsen heute folgende Fakten zu den Studienanfängern in Sachsen heraus: 2018 begannen insgesamt 20.275 Studienanfänger erstmals ihr Studium an einer Hochschule in Sachsen. Davon hatten 39 Prozent (7.955) ihre Hochschulzugangsberechtigung (HZB) in Sachsen erworben. 32 Prozent (6.459) der Studienanfänger kamen aus einem anderen Bundesland, darunter mehr als die Hälfte aus den benachbarten Bundesländern Thüringen (1.034), Sachsen-Anhalt (829), Brandenburg (784) und Bayern (767). Weitere 29 Prozent (5.861) haben ihre HZB im Ausland erworben. Der größte Anteil an ausländischen Studienanfängern kommt aus China, gefolgt von Indien, Österreich, Italien und der Russischen Föderation.

8.823 bzw. fast 44 Prozent der Studienanfänger insgesamt entschieden sich für ein MINT-Fach, ein Studienfach aus den Fächergruppen Mathematik, Naturwissenschaften und Ingenieurwissenschaften. Diese sind im digitalen Zeitalter maßgeblich für den Erfolg eines Wirtschaftsstandortes. Von den Studenten, die sich 2018 für ein MINT-Fach entschieden haben, erwarben 3.345 bzw. 38 Prozent ihre HZB in Sachsen. 2.958 bzw. gut ein Drittel der Studienanfänger konnten eine im Ausland erworbene HZB vorweisen und 2.520 bzw. 29 Prozent haben ihre HZB in einem anderen Bundesland erworben.

Zu den beliebtesten Studienfächern gehörten unter den Studienanfängern mit einer in Sachsen erworbenen HZB Erziehungswissenschaften (636), gefolgt von Informatik (396) sowie Maschinenbau / -wesen (371). Studienanfänger, die ihre HZB nicht in Sachsen erworben haben, bevorzugten 2018 die Studienfächer Maschinenbau / -wesen (671), Informatik (617) sowie Bauingenieurwesen / Ingenieurbau (491).

   

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