Gründerförderung

Technologiegründerstipendium (ESF)

Gefördert wird die Gründung eines jungen innovativen Unternehmens in einem zukunftsträchtigen Technologiebereich durch die Gewährung eines personengebundenen Stipendiums.

Das Gründungsvorhaben muss dabei mindestens einen der nachfolgend genannten Punkte zum Gegenstand haben:

  • technische Produkt- oder Prozessinnovation, die im eigenen Unternehmen (einschl. Fertigung, Vermarktung/Vertrieb) umgesetzt werden soll
  • neuartige innovative Dienstleistungen mit hohem Kundenutzen und deutlichen Alleinstellungsmerkmalen am Markt

Antragsberechtigt sind Studierende, Hochschulabsolventen und Absolventen von Berufsakademien sowie praktizierendes oder ehemaliges wissenschaftliches Personal, die ein innovatives Unternehmen gründen wollen sowie Gründerteams unter bestimmten Bedingungen. Der Haupt- oder Nebenwohnsitz muss sich im Freistaat Sachsen befinden.

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Gründungsberatung

Das Programm "Gründungsberatung" ist auf die Gründung von wettbewerbsfähigen KMUs mit dem Ziel der Vollexistenz ausgerichtet. Der Freistaat Sachsen gewährt Zuschüsse bei der Inanspruchnahme von Beratungsleistungen, um Existenzgründern den Start in die Selbstständigkeit zu erleichtern. 

Insbesondere können die Gründer sich zu folgenden Themen beraten lassen:

  • Sicherung und Optimierung der Finanzierung
  • Vorbereitung eines Vertriebs- bzw. Marketingkonzepts
  • Überarbeitung / Weiterentwicklung des Gründungs- bzw. Unternehmenskonzepts
  • Markterschließung
  • Standortsuche
  • Erarbeitung von operativen Unternehmenszielen / -strategien
  • Personalkonzeptentwicklung / Maßnahmen zum Personalaufbau

Nicht vom Förderumfang umfasst sind die Erstellung von Gründungs- und Unternehmenskonzepten und von Beratungsleistungen, die sich überwiegend auf Rechts-, Versicherungs-, Patent- und Steuerfragen beziehen.

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Mikrodarlehen für Existenzgründer und junge Unternehmen (ESF)

Mit dem Mikrodarlehen erhalten Existenzgründer, die eine selbständige Tätigkeit aufnehmen wollen, einen finanziellen Anschub für Investitionen und Betriebsmittel. Für diese Zwecke können Existenzgründer vor ihrer Geschäftsaufnahme sowie junge Unternehmen bis fünf Jahre nach Geschäftsaufnahme ein zinsgünstiges Darlehen über maximal 20.000 Euro direkt bei der Sächsischen Aufbaubank (SAB) beantragen. Voraussetzung: Für das Vorhaben bringt der Darlehensnehmer einen Eigenanteil von mindestens 20 % der Gesamtkosten selbst auf.

Für die Rückzahlung bleibt bis zu 6 Jahre Zeit, die Tilgung beginnt spätestens im zweiten Jahr nach Darlehensauszahlung.

Darlehensnehmer, die ihre Maßnahme in den Regionen Chemnitz und Dresden umsetzen, erhalten ihre Förderung aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und vom Freistaat Sachsen.

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Betriebsberatung / Coaching - Mittelstandsrichtlinie

Das Programm "Betriebsberatung / Coaching" ist der Kernbaustein der sächsischen Beratungsförderung für KMU. Durch finanzielle Unterstützung profitieren sie bei nahezu allen unternehmerischen Fragen vom Sachverstand kompetenter Berater und erhalten Hilfe zur Selbsthilfe.

Die Beratung kann u. a. zu nachstehenden Themen erfolgen:

  • Unternehmensführung, insbesondere zu betriebswirtschaftlichen, finanziellen, personellen, technischen und organisatorischen Fragen
  • Erschließung ausländischer Märkte, soweit diese über die Standardleistungen der sächsischen Industrie- und Handelskammern, Handwerkskammern und der Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH hinausgehen

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„Innovationsprämie“ (EFRE)

Die „Innovationsprämie“ soll insbesondere kleine Unternehmen und Handwerksbetriebe an eine Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern heranführen. Außerdem sollen Hochschulen und Forschungseinrichtungen ihr technologisches Wissen noch besser in Sachsen zur Anwendung bringen.

„Innovationsprämien“ fördern die Inanspruchnahme externer FuE-Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Entwicklung neuer oder der Verbesserung bestehender Produkte, Verfahren und Dienstleistungen sowie die technische Unterstützung in der Umsetzungsphase. 

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Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Sachsen mbH (MBG)

Die Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Sachsen mbH ist eine private Beteiligungsgesellschaft mit öffentlicher Förderung. Die MBG unterstützt die Finanzierung gewerblicher Existenzgründungen aus allen Branchen mit Beteiligungen. In enger Zusammenarbeit mit den Kammern und Hausbanken begleiten sie Vorhaben bis zur Umsetzung und auch darüber hinaus.

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GuW - Gründungs- und Wachstumsfinanzierung sowie Liquiditätshilfemaßnahmen

Mit Unterstützung des Freistaates Sachsen können sich Gründer nicht nur eine eigene Existenz als Freiberufler oder mit einem kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) aufbauen, sondern sich damit auch am Markt behaupten und weiter entwickeln. Dafür können Investitions-, Betriebsmittel- und Liquiditätshilfedarlehen jeweils bis zu 2,5 Millionen Euro gewährt werden. Die Darlehen werden auf Basis der Programme „ERP-Gründerkredit – Universell“ und „KfW-Unternehmerkredit“ refinanziert und durch den Freistaat Sachsen zusätzlich verbilligt.

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Investitionszuschuss GRW - Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur"

Die Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" (GRW) ist das wichtigste Instrument der Bundesländer, um Investitionen in strukturschwachen Regionen zu fördern.

Gemeinsam unterstützen Bund und Länder Vorhaben der gewerblichen Wirtschaft (einschließlich des Fremdenverkehrs), die einer ausgewogenen Infrastruktur zugutekommen. Mit den Zuwendungen sollen Investitionsanreize zur Schaffung und Sicherung von Dauerarbeitsplätzen gegeben werden. Zuschüsse können sowohl kleinere und mittlere Unternehmen (KMU) als auch unter gewissen Voraussetzungen (z.B. im Rahmen der Errichtung einer neuen Betriebsstätte) große Unternehmen erhalten.

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Markteinführung innovativer Produkte und Produktdesign (MEP) - Markteinführungsphase - Mittelstandsrichtlinie

In der Markteinführungsphase werden Projekte zur Markteinführung von neuen oder weiter entwickelten - noch nicht am Markt eingeführten - Produkten, Dienstleistungen oder Verfahren, die auf Innovationen beruhen, gefördert. 

Unterstützung erhalten KMU insbesondere für folgende Maßnahmen:

  • Produktdesign sowie unterstützende Gestaltungsleistungen
  • Herstellung eines marktfähigen Serienmusters oder einer Nullserie, soweit diese nicht für den Verkauf bestimmt sind
  • Maßnahmen zur unmittelbaren Vorbereitung des Markteintritts wie Normierungen und Zertifizierungen
  • Entwicklung einer produktbezogenen Vertriebs- / Marketingkonzeption, Durchführung von Marktuntersuchungen und Akzeptanztests
  • Erstellung produktspezifischer Werbematerialien

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Weitere Förderung für Gründer

Über die vorstehend genannten, von der Sächsischen Aufbaubank (SAB) verwalteten Förderprogramme hinaus, stehen Existenzgründern weitere Fördermaßnahmen der Bundesagentur für Arbeit / Jobcenter, des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), der KfW Bankengruppe oder aus den EXIST-Programmen des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) zur Auswahl.

Mehr Informationen zur Existenzgründung in Sachsen bündelt das Sächsische ExistenzgründerNetzwerk (SEN) - ein Netzwerk der sächsischen Industrie- und Handelskammern und Handwerkskammern.

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Hilfe bei der Markterschließung

Zur Stärkung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit sächsischer Unternehmen und zur Sicherung der Beschäftigung in Sachsen bietet die der Freistaat Sachsen eine Vielzahl von Fördermöglichkeiten an.

Zur Unterstützung von Auslandsaktivitäten sächsischer Unternehmen werden folgende Maßnahmen gefördert:

  • Außenwirtschaftsberatung
  • Machbarkeits- oder begleitende Studien über ökonomische und technische Fragen des Zielmarktes
  • Präsentation auf Auslandsmessen und internationalen Messen in Deutschland
  • Produktpräsentationen
  • Präsentation auf Symposien
  • Werbematerial
  • Markteinführung innovativer Produkte

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Gründungsexperten beraten Sachsens Jungunternehmer

Die Gründungsförderung an sächsischen Hochschulen ist stark praxisorientiert. So gibt es eine große Anzahl Gründer- und Ideenwettbewerbe. Sehr erfolgreich seit bereits über 10 Jahren ist beispielsweise der futureSAX-Ideenwettbewerb. 

Ein ausgezeichnetes Beratungsangebot verschiedener Gründernetzwerke hilft den Wissenschaftlern und Jungunternehmern beim Start in die Wirtschaft – in Sachsen ist daher auch die Zahl der Geschäftsideen, aus denen tatsächlich ein Unternehmen entsteht, am höchsten. 

Gründerinitiativen wie SAXEED in Chemnitz, Freiberg, Mittweida und Zwickau, dresden|exists oder die Selbst Management Initiative SMILE in Leipzig werden vom Freistaat Sachsen gefördert. Sie unterstützen die Studierenden und Nachwuchsforscher bei der Umsetzung ihrer wissenschaftlichen Erkenntnisse in Innovationen und Arbeitsplätze.

Der HighTech Startbahn Netzwerk e. V. unterstützt sächsische und mitteldeutsche Ausgründungen aus dem Hochtechnologie-Sektor, vor allem aus den Bereichen IKT, Mikro- / Nanotechnologien, Fahrzeug- und Maschinenbau, Energie-, Umwelt- und Medizintechnik in der oft schwierigen Nachgründungsphase. So bringen die Gründungsexperten junge Start-ups mit Industrie, Kapital und Persönlichkeiten zusammen und suchen die aktive Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Transferpartnern. 

Technologietransfer und Unternehmensgründungen stehen auch im Fokus von Forschung und Lehre an der HHL Leipzig Graduate School of Management. Die älteste betriebswirtschaftliche Hochschule Deutschlands gehört heute zu den führenden Business Schools Europas. Im Gründerradar des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft und des Bundeswirtschaftsministeriums belegte die HHL sowohl 2013 als auch 2014 den ersten Platz als beste „kleine“ Gründerhochschule Deutschlands. In den vergangenen 17 Jahren haben Absolventen der HHL mehr als 150 Start-ups gegründet und über 2.500 Arbeitsplätze geschaffen, gut 1.000 davon in Leipzig. 

Innenansicht, BIOCITY LEIPZIG

Quelle: BIOCITY LEIPZIG

Erfolgreiche Inkubatoren für Start-ups in Dresden und Leipzig

Dass das Arbeiten von Wirtschaft und Wissenschaft Tür an Tür zum erfolgreichen Gründen beiträgt, zeigen auch die Innovations-Inkubatoren BIO CITY LEIPZIG sowie das BioInnovationsZentrum Dresden. In unmittelbarer Nähe zu Forschungsinstituten und Universitätskliniken haben sich zahlreiche Start-ups in Deutschlands modernsten Zentren für Biotechnologie und Biomedizin angesiedelt. Sie arbeiten hier auf individuellen Labor- und Büroflächen mit kurzen Wegen zu renommierten Forschungseinrichtungen daran, ihren Gründergeist und ihr Unternehmertum zu wirtschaftlichem Aufschwung zu bringen.

Ideale Bedingungen für dynamische Start-ups auf dem Gebiet der Mikrosystemtechnik bietet der Smart Systems Campus Chemnitz. – Ein fast 4,5 Hektar großer Technologiepark, der sich in unmittelbarer Nachbarschaft zur Technischen Universität Chemnitz sowie zu den Fraunhofer-Instituten für Elektronische Nanosysteme (ENAS) und für 

Werkzeugmaschinen und Umformtechnik (IWU) befindet. Er verbindet die Start-ups auf kurzen Wegen mit Forschungsinstituten und weltweit agierenden Unternehmen, die zu den Marktführern ihrer Branche gehören.

Um noch mehr Unternehmensgründer nach Leipzig zu holen, hat die HHL - Leipzig Graduate School of Management gemeinsam mit der Leipziger Baumwollspinnerei, einem früheren Industriegelände, das heute in erster Linie Kreative beherbergt, das SpinLab ins Leben gerufen. Im HHL-Accelerator können interdisziplinäre Teams Ideen zu Gründungskonzepten weiterentwickeln, sich von Experten coachen lassen und Kontakte zu Investoren knüpfen. Dazu können sie für sechs Monate kostenfrei die Räumlichkeiten und die technische Infrastruktur nutzen. Die ersten Teams kommen aus München, Rostock, Leipzig und sogar aus Israel. Mit dem SpinLab will die HHL den Großraum Leipzig für Start-ups noch attraktiver machen. 

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