Schweizer Bahntechnikfirma kommt nach Sachsen

Die Schweizer Richard AG setzt auf den Bahntechnikstandort Sachsen und hat eine Niederlassung in Dresden gegründet.

Quelle (Copyright: DREBERIS)

Starke industrielle Basis in der Region

Damit stärkt das Unternehmen seine Präsenz in Deutschland und schafft die Grundlage für die weitere Expansion in Europa und auf internationalen Märkten. Die Richard AG ist auf die Entwicklung, Herstellung und Montage von Komponenten und Systemen für die elektrische Energieversorgung in der Bahnindustrie spezialisiert. Zum Produktportfolio gehören unter anderem Stromabnehmer, Vakuumhauptschalter und Trenner. Vom Entwicklungs- und Produktionsstandort in der Schweiz aus beliefert das inhabergeführte Unternehmen seit 120 Jahren namhafte Schienenfahrzeughersteller weltweit. 

„Mit Dresden haben wir einen Standort gefunden, der hervorragende Voraussetzungen für die Entwicklung unserer Aktivitäten in Deutschland und Europa bietet. Die Region verfügt über eine starke industrielle Basis, exzellente Kompetenzen in der Bahn- und Mobilitätswirtschaft sowie hochqualifizierte Fachkräfte. Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit unseren Partnern vor Ort innovative Lösungen für die Bahnbranche weiterzuentwickeln und langfristig Arbeitsplätze in der Region zu schaffen“, erklärt Roman Sommer, CEO der Richard AG in der Schweiz. 

Enge Verflechtung der Wirtschaftsräume

Im Rahmen der Standorteröffnung am 9. Juni begrüßte Dresdens Wirtschaftsbürgermeister Jan Pratzka die Richard AG als neuen Investor in der Landeshauptstadt. In seinem Grußwort unterstrich Dr. Thomas Richter, Abteilungsleiter Außenwirtschaft & Messen bei der WFS, dass das Unternehmen die Stärken der sächsischen Bahn- und Mobilitätswirtschaft hervorragend ergänzt. Diese Einschätzung teilten auch Dr. Sven Körner, Geschäftsführer des Instituts für Bahntechnik GmbH sowie Manuela Gogsch, Geschäftsführerin bei der IHK Dresden in ihren Statements.

Zudem hob Dr. Richter die enge Verflechtung der beiden Wirtschaftsräume Sachsen und Schweiz hervor: Im ersten Quartal 2026 haben sächsische Unternehmen bereits Waren im Wert von rund 750 Millionen Euro in die Schweiz exportiert – ein Zuwachs von etwa 70 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Damit ist die Schweiz im laufenden Jahr von Platz 9 auf Platz 7 im Export vorgerückt. Im Jahr 2025 erreichte der bilaterale Warenhandel ein Volumen von rund 2,6 Milliarden Euro. 

Die engen Beziehungen spiegeln sich auch in der Arbeit WFS wider – sei es in der Standortwerbung als auch in der Internationalisierung sächsischer Unternehmen. Speziell im Bahntechnikbereich gab es zuletzt 2023 eine Unternehmensreise, die gemeinsam mit Partnern wie Rail.S, Swissrail, der AHK Schweiz und DREBERIS organisiert wurde. Die WFS wird das Unternehmen bei der Vernetzung im Bahnland Sachsen unterstützen und steht als Ansprechpartner für gemeinsame Aktivitäten im In- und Ausland zur Verfügung. Die Gelegenheit dazu bietet sich u.a. auf der Internationalen Fachmesse für Verkehrstechnik InnoTrans, die vom 22. bis 25. September, in Berlin stattfindet und wo die WFS einen SACHSEN!-Gemeinschaftsstand organisiert.

Zentrale Rolle bei Kundenbetreuung

Mit der Investition unterstreicht die Richard AG ihr langfristiges Engagement in Sachsen und setzt ein weiteres Zeichen für die Attraktivität Dresdens als internationaler Wirtschafts- und Industriestandort. Die neue Niederlassung wird künftig eine zentrale Rolle bei der Betreuung von Kunden in Deutschland und Europa sowie beim weiteren Ausbau der Produktions- und Entwicklungsaktivitäten des Unternehmens spielen.

Die neue Niederlassung wird unter dem Namen Richard Deutschland GmbH operieren. Die Geschäftsführung übernimmt in der Aufbauphase Agata Reichel-Tomczak, Geschäftsführerin der DREBERIS GmbH aus Dresden. Mit der Ansiedlung in Dresden entstehen neue Arbeitsplätze in der Region. Bereits im Juni 2026 beginnen die Ausstattung der Produktionshalle sowie die ersten Aktivitäten zur Personalgewinnung. Gesucht werden Mitarbeiter in den Bereichen Montage, Vertrieb, Verwaltung, Technik und Logistik, um den neuen Standort schrittweise auszubauen. 

Kontakt

Richter Dr., Thomas
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Dr. Thomas Richter

Außenwirtschaft & Messen

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