Mehr Platz für Wachstum am Radiopharmazie-Standort Dresden

Dresden-Rossendorf ist ein herausragender Forschungs- und Wirtschaftsstandort, insbesondere in der Radiopharmazie. Unter anderem für Ansiedlungen aus dieser Branche investierte die Stadt Dresden rund 7,2 Mio. Euro in die bauliche Erschließung neuer Gewerbeflächen am Rossendorfer Ring.

In den Ausbau des Rossendorfer Rings wurden rund 5,1 Millionen Euro in Straßenbau, Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen sowie den Lärmschutzwall investiert. Hinzu kommen 2,1 Millionen Euro für den Grunderwerb der Grundstücke. Knapp 2,1 Millionen Euro Fördermittel von Land und Bund unterstützten die Maßnahme.

Der Rossendorfer Ring wurde auf rund 1.100 Metern grundlegend ausgebaut. Die Fahrbahn wurde auf sieben Meter verbreitert, außerdem entstand ein drei Meter breiter Fußweg. Gemeinsam mit der SachsenEnergie wurden Versorgungsleitungen für Trink- und Abwasser, Strom, Fernmelde- und Breitbandversorgung sowie Straßenentwässerung und Beleuchtung erneuert.

„Gerade die Radiopharmazie verbindet in Dresden Forschung, industrielle Produktion und medizinische Anwendung und bietet erhebliche Wachstumschancen. Mit unserem Engagement schaffen wir die räumlichen Voraussetzungen dafür, dass Unternehmen hier weiter investieren und neue Arbeitsplätze entstehen können.“ so Dresdens Wirtschaftsbürgermeister Jan Pratzka. Mit der baulichen Fertigstellung des Rossendorfer Rings verfügt Dresden nun über eine zeitgemäße Infrastruktur und über insgesamt 10,45 Hektar Netto-Gewerbefläche. Davon sind noch rund 6,75 Hektar verfügbar und können zukünftig interessierten Unternehmen angeboten werden. Zusammen mit dem angrenzenden ehemaligen Betonwerk soll Dresden-Rossendorf nachhaltig als attraktiver Innovationsstandort gesichert und ausbaut werden.

Für die langfristige Entwicklung des Standorts hat die Landeshauptstadt Dresden außerdem das angrenzende ehemalige Betonwerk für rund 4,3 Millionen Euro erworben. Perspektivisch soll die Fläche eine räumliche Verbindung zwischen dem Gewerbegebiet Rossendorfer Ring und dem Forschungsstandort des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR) schaffen.

  • Radiopharmazie als wichtiger Wirtschaftszweig

Rund um das HZDR hat sich über Jahrzehnte ein leistungsfähiges Umfeld aus Wissenschaft und Unternehmen entwickelt. So gehört Dresden zu den wenigen Standorten in Europa, an denen die gesamte Wertschöpfungskette der Radiopharmazie an einem Ort vereint ist. In Dresden-Rossendorf werden die Radiopharmaka erforscht, entwickelt und produziert und später an den Dresdner Krankenhäusern am Patienten angewendet. Diese Struktur schafft beste Voraussetzungen, um Innovationen schnell in die Patientenversorgung zu überführen. Mit dem nukliD® – Radiopharmacy Cluster haben sich zentrale Akteure aus Forschung und Wirtschaft vernetzt, um diesen Standortvorteil zu festigen und weiter auszubauen.

Die Entwicklung des Standorts zeigt sich auch an den Investitionen bereits ansässiger Unternehmen. ROTOP Pharmaka errichtet derzeit ein neues CMO-Center mit einem Investitionsvolumen von rund 50 Millionen Euro und etwa 60 neuen Arbeitsplätzen. Eckert & Ziegler hat bereits vor zwei Jahren ein neues Betriebsgebäude am Standort eingeweiht.