10. Life Sciences-Forum Sachsen: Industrielle Kompetenzen für die Gesundheitsregion Südwestsachsen

Wie können traditionelle Industriekompetenzen einer Region zum Ausgangspunkt für innovative Gesundheitslösungen werden? – Dieser Frage widmeten sich gestern gut 110 Teilnehmer aus Wissenschaft, Industrie sowie Kliniken und Netzwerken beim 10. Life Sciences-Forum Sachsen in Chemnitz.

Paneldiskussion auf dem 10. Life Sciences-Forum in Chemnitz
Quelle Copyright: WFS

In seiner Begrüßung sagte Wirtschaftsstaatssekretär Sebastian Scheel: »Die wachsende sächsische Gesundheitswirtschaft bietet auch Unternehmen in Südwestsachsen Zukunftschancen. Automatisierung, Präzisionstechnik, Sensorik, Bildverarbeitung, Mikroproduktion: Das sind exakt die Bausteine, die moderne Medizintechnik benötigt. Wer es schafft, seine technologischen Stärken in den Gesundheitssektor zu übertragen, kann global neue Märkte erschließen und seinen Standort krisenfester aufstellen.«

»Die gute Teilnehmerresonanz hat gezeigt, wie wichtig, das Thema für die Region ist, wenn es darum geht, im Transformationsprozess neue, zukunftsfähige Geschäftsfelder zu erschließen. Gerade im Gesundheitsbereich sind dabei mehrere Herausforderungen zu bewältigen. Zum einen geht es um die Verbesserung der Versorgung und zum anderen um die Sicherung bestehender sowie Schaffung neuer Arbeitsplätze und damit Wertschöpfung in der Region. Mit ihrer breiten industriellen Stärke und den vielfältigen medizinischen und wissenschaftlichen Kompetenzen hat die Region die besten Voraussetzungen dafür. Das Life Sciences-Forum hat in seiner 10. Auflage zudem erneut deutlich gemacht, wie wichtig solche Vernetzungs- und Austauschformate sind, um die richtigen Akteure branchenübergreifend und interdisziplinär zusammenzubringen«, bilanziert Thomas Horn, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH (WFS), die das Forum gemeinsam mit dem C:HUB – One Health Cluster Südwestsachsen organisiert hatte.

»Beim 10. Life Sciences Forum stand für uns eine Frage im Mittelpunkt: Wie machen wir die Gesundheitswirtschaft mit dem Schwerpunkt Medizintechnik zu einem Zukunftsfeld für den Strukturwandel in Südwestsachsen? Die Antwort liegt im Netzwerk: Die Gesundheitsregion verbindet 22 Kliniken vom Maximalversorger bis zur Grundversorgung - und genau an dieser realen Versorgung müssen sich Innovationen orientieren. Themen wie KI, Robotik in der Medizin, gemeinsame Datenräume oder die Fachkräfteausbildung lassen sich in einer vom Struktur- und demografischen Wandel geprägten Region nur gemeinsam anpacken. Genau dafür bringt der C:HUB Versorgung, Forschung und Wirtschaft an einen Tisch - vom Bedarf über die Pilotierung bis zur Umsetzung", sagte Henriette Auerswald, Koordinatorin des C:HUB — One Health Cluster Südwestsachsen und Leiterin der Regionalentwicklung der Gesundheitsregion Südwestsachsen.

Forum zeigt innovative Lösungen aus der Praxis
Ob Engineering Health oder Future Health – die Themen, an denen in Sachsen gearbeitet wird, sind überaus vielfältig. Die Teilnehmer bekamen einen Einblick, wie Kompetenzen der industriellen Fertigung aus dem Automobilbereich zu Gesundheitsinnovationen werden, KI-Assistenten den Versorgungsalltag im Krankenhaus erleichtern oder moderne digitale Kommunikation die Zusammenarbeit zwischen hausärztlicher Versorgung und Krankenhaus deutlich verbessern können. Bei Entwicklungen aus dem Forschungsbereich ging es u.a. um effiziente Fertigungstechnologien für Implantate und Dentaldiagnostik mit kabelloser 3D-Bildgebung. Aber auch die Gewinnung von Fachkräften an der Schnittstelle von Labor und Werkzeugbau wurde thematisiert. Verschiedene Start-ups stellten ihre Produkte und Konzepte vor, u.a. Lösungen im Bereich der Point-of-care-Diagnostik. Das abschließende Panel diskutierte, was das Gesundheits-Ökosystem Südwestsachsen benötigt, um die Versorgung auch in Zukunft sicherzustellen. 

Einblick in vielfältiges sächsisches Know-How 
Neben der WFS und dem C:HUB – One Health Cluster Südwestsachsen präsentierten sich folgende Unternehmen und Institutionen auf dem 10. Life Sciences-Forum:
• Aegis Digital Technologies UG,
• Careflow App, 
• Connected Consumables GmbH,
• diamics GmbH, 
• DOCYET GmbH,
• Fraunhofer IKTS,
• Fraunhofer IWU,
• Greenbay Healthcare GmbH,
• imk Health Intelligence GmbH,
• IMM Electronics GmbH,
• intudiagnostics GmbH, 
• leap:up GmbH/ biosaxony e.V.,
• Medivacu, 
• MITCenter – Zentrum für medizinische Innovation und Technik gGmbH,
• SEMECO,
• TU Chemnitz und 
• Westsächsische Hochschule Zwickau und
• WIR! Sind DIANA.

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Jaehnig, Tina

Tina Jaehnig

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