News -
Bleiben Sie immer informiert

Newsübersicht

Die Begleitung aktueller Themen der öffentlichen Diskussion und die strategische Ausrichtung der Wirtschaftspolitik im Freistaat Sachsen auf Größenwachstum, Innovationskraft und Internationalisierung sind essentiell. Wir informieren Sie zu wichtigen Märkten und internationalen Entwicklungstrends.

17.08. 2017

Sachsen bleibt Deutschlands Bildungsspitzenreiter

Bereits zum zwölften Mal in Folge belegt Sachsen den ersten Platz im Vergleich der Bildungssysteme der deutschen Bundesländer. Das geht aus dem Bildungsmonitor 2017, einer Vergleichsstudie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) Köln im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM), hervor.

Sachsen schneidet in vielen der 12 untersuchten Handlungsfelder gut ab. Die Spitzenposition sicherte sich Sachsen mit insgesamt 70,4 Punkten vor Thüringen (63,8 Punkte) und Bayern (61,4 Punkte). Schlusslichter sind Bremen (43,9 Punkte) und Berlin (42,7 Punkte)

Besondere Stärken weist Sachsen bei der Förderinfrastruktur, der Schulqualität, der Vermeidung von Bildungsarmut (jeweils 1. Platz) sowie bei der Forschungsorientierung, im Bereich Hochschule / MINT und in der Internationalisierung (jeweils 2. Platz) auf. Desonders hervorgehoben wurden folgende Stärken des sächsischen Bildungssystems:

  • Viele Kinder werden in Kindergärten und Grundschulen ganztags betreut.
  • Die Schüler haben die höchsten Lesekompetenzen.
  • Nur wenige Schüler erreichen nicht die Mindeststandards im Lesen.
  • Vergleichsweise viele Studierende kommen aus dem Ausland.
  • Sachsen zieht viele Studierende aus anderen Bundesländern an.
  • Die eingeworbenen Drittmittel je Professor sind die höchsten in Deutschland.

    

Förderinfrastruktur (1. Platz):

Um eine bessere soziale Teilhabe am Bildungssystem zu erreichen, ist es wichtig, eine hochwertige Infrastruktur zur individuellen Förderung der Kinder aufzubauen. Sachsen weist dabei hohe Ganztagsquoten in den Kindertageseinrichtungen und Grundschulen auf. So besuchten in Sachsen  85,6 Prozent der Grundschüler eine offene oder gebundene Ganztagsschule (Bundesdurchschnitt: 34,4 Prozent). Dies ist die zweithöchste Quote aller Bundesländer. Deutlich überdurchschnittlich fiel mit 68,9 Prozent auch der Anteil der Schüler an Ganztagsschulen im Sekundarbereich I aus (Bundesdurchschnitt: 41,5 Prozent). Darüber hinaus wurden im Jahr 2016 von den drei- bis sechsjährigen Kindern 80,9 Prozent ganztägig betreut (Durchschnitt: 44,5 Prozent). Außerdem hatten 10,4 Prozent des Personals in Kindertageseinrichtungen einen Hochschulabschluss (drittbester Wert; Bundesdurchschnitt: 6,4 Prozent).

    

Schulqualität (1. Platz):

Die Schüler in Sachsen erreichten im Bereich Lesen die besten Ergebnisse. Auch bei den Vergleichstest in Mathematik und Naturwissenschaften lagen Sachsens Schüler vorn.

   

Vermeidung von Bildungsarmut (1. Platz):

Die guten Bedingungen zur Verbesserung der sozialen Teilhabe machen sich beim Ziel der Vermeidung von Bildungsarmut bezahlt. Bei der IQB-Bildungsstudie im Lesen wurde in Sachsen eine relativ geringe Risikogruppe festgestellt. Der Anteil der Schülerinnen und Schüler in der 9. Klasse, der nur über sehr geringe Kompetenzen im Lesen verfügt, ist somit in Sachsen besonders gering. Beim Anteil der erfolgreichen Absolventen an den Abgängern aus dem Berufsvorbereitungsjahr erreicht Sachsen den zweitbesten Wert (79,3 Prozent) aller Bundesländer (Bundesdurchschnittt: 57,9 Prozent).

   

Hochschule / MINT (2. Platz)

Sachsen ist für Studierende aus anderen Bundesländern sehr attraktiv. In Relation zur Zahl der sächsischen Schulabsolventen, die ein Studium in einem anderen Bundesland aufnehmen, zieht Sachsen die zweitmeisten Studienanfänger aus anderen Bundesländern an. Das Geschäftsmodell Deutschland basiert auf exportstarken Hochtechnologiebranchen. Daher ist es wichtig, genügend Fachkräfte im Bereich MINT auszubilden. Auf 100 sozialversicherungspflichtig beschäftigte Ingenieure in Sachsen kamen rund 10,4 neue Ingenieurabsolventen – im Bundesdurchschnitt betrug die Ersatzquote nur 7,6 Prozent. Auch bei der Relation der MINT-Absolventen zu den Beschäftigten in der Forschung und Entwicklung schnitt das Land mit 21,9 Prozent überdurchschnittlich ab (Bundesdurchschnitt: 18,8 Prozent). Basis dafür ist der hohe Anteil an Absolventen in den Ingenieurwissenschaften an allen Absolventen. Sachsen erreichte mit 32,2 Prozent (Bundesdurchschnitt: 20,5 Prozent) den Spitzenwert im Bundesländervergleich. Auch beim Anteil der MINT-Wissenschaftler am wissenschaftlichen Personal schnitt Sachsen mit 41,5 Prozent deutlich überdurchschnittlich ab (Bundesdurchschnitt: 34,5 Prozent).

    

Forschungsorientierung und Internationalisierung ( jeweils 2. Platz)

Sachsen trägt in hohem Maße zur Ausbildung des Forschernachwuchses bei. Dies zeigt sich u. a. an den eingeworbenen Drittmitteln je Professor. Mit einem Wert von 231.400 Euro erzielt Sachsen den besten Wert aller Bundesländer (Durchschnitt: 145.000 Euro). Die Forschungsorientierung Sachsens wird auch an der Anzahl der Forscher an Hochschulen bezogen auf das BIP deutlich. Hier belegt Sachsen ebenfalls den 1. Platz. Die Promotionsquote ist mit 6,9 Prozent überdurchschnittlich (Bundesdurchschnitt: 6,1 Prozent).

Der Anteil der Berufsschüler mit Fremdsprachenunterricht fiel mit 78,7 Prozent überdurchschnittlich aus (Bundesdurchschnitt 33,7 Prozent). Gleichzeitig wiesen die Schüler in Sachsen überdurchschnittliche Kompetenzen im Lesen der englischen Sprache auf. Zudem haben die sächsischen Hochschulen mit 13,5 Prozent sehr viele Bildungsausländer (Bundesdurchschnitt: 9,5 Prozent).

    

Weiterführende Links

Sprechen Sie uns an

Wir unterstützen Sie gern und beraten Sie auch telefonisch bei Ihrem Vorhaben.

+49 (351) 2138-0 Schreiben Sie uns

Social Media