Qualifikation

Detailgrafik: Qualifikationsniveau der Arbeitskräfte im internationalen Vergleich (inkl. Sachsen)

Detailgrafik: Qualifikationsniveau der Arbeitskräfte im internationalen Vergleich (inkl. Sachsen)

Hervorragend qualifiziert

In Sachsen betrug der Anteil der Bevölkerung im Alter von 25 bis 64 Jahren mit mindestens einem Abschluss des Sekundarbereichs II (mindestens allgemeine Hochschulreife /abgeschlossene Berufsausbildung, ohne Meisterabschluss) insgesamt 96 %. Der Deutschland-Durchschnitt beträgt 87 %.

Auch den internationalen Vergleich muss Sachsen nicht scheuen. Mit dem Wert von 96 % liegt Sachsen vor allen EU- und OECD-Ländern. Und weit über dem OECD-Durchschnitt von 76 %. 

Strukturell gesehen gibt es in Sachsen deutlich mehr Personen mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung als mit einem Hochschulabschluss. Mit 29 % Anteil der Bevölkerung mit Abschluss im Tertiärbereich liegt Sachsen leicht über dem Deutschland-Durchschnitt (28 %), aber unter dem OECD-Durchschnitt (36 %).

Sachsen hat mit nur 4 % den geringsten Anteil Niedrig-Qualifizierter (Sekundarstufe I oder weniger) aufzuweisen. 

Grafik Sachsen als deutscher Bildungsspitzenreiter 2017

Quelle: Bildungsmonitor 2017, Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Köln im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM)

Sachsen ist deutscher Bildungsspitzenreiter

Sachsen hat erneut den ersten Platz im Vergleich der Bildungssysteme der deutschen Bundesländer verteidigt - nun bereits zum zwölften Mal in Folge! Das geht aus dem Bildungsmonitor 2017, einer Vergleichsstudie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) Köln im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM), hervor.

Sachsen schneidet in den meisten der 12 untersuchten Handlungsfelder sehr gut ab. Die Spitzenposition sicherte sich Sachsen mit insgesamt 70,4 Punkten.

Besondere Stärken weist Sachsen bei der Förderinfrastruktur, der Schulqualität, der bei der Vermeidung von Bildungsarmut (jeweils 1. Platz) sowie in der Forschungsorientierung, im Bereich Hochschule / MINT und bei der Internationalisierung (jeweils 2. Platz) auf.

Sachsen hat durch Fortschritte im Hochschul-Bildungssystem in den vergangenen Jahren in hohem Maße zur Fachkräftesicherung beigetragen und damit die Wachstumskräfte in Deutschland gestärkt. Seit dem Jahr 2000 haben über 62.500 Jungakademiker mehr die Hochschulen in Sachsen verlassen, als unter der damaligen Absolventenquote zu erwarten gewesen war.

Für die kommenden Jahre bieten die Bachelor- und Masterstudiengänge besonders gute Chancen, Studierende aus dem Ausland zu gewinnen und dem demografischen Wandel so entgegenzuwirken. Heute sind in Sachsen 13,5 Prozent der Studierenden sogenannte Bildungsausländer – im Bundesländervergleich (Durchschnitt: 9,5 Prozent) nach Berlin der zweithöchste Wert.

Deutschlands Ingenieurschmiede

Das Geschäftsmodell Deutschland basiert auf exportstarken Hochtechnologiebranchen. Daher ist es wichtig, genügend MINT-Fachkräfte auszubilden. Sachsen ist hierbei die Ingenieurschmiede Deutschlands. Basis dafür ist der hohe Anteil an Absolventen in den Ingenieurwissenschaften an allen Absolventen. Sachsen erreicht hier mit 32,2 Prozent (Bundesdurchschnitt: 20,5 Prozent) den absoluten Spitzenwert im Bundesländervergleich. Hoch ist auch die Ersatzquote für Ingenieure - auf 100 sozialversicherungspflichtig beschäftigte Ingenieure in Sachsen kommen rund 10,4 neue Ingenieurabsolventen. Im Bundesdurchschnitt betrug die Ersatzquote nur 7,6 Prozent.

Quelle: Bildungsmonitor 2017, Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM)

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