Region Silicon Saxony: Japanischer Ausrüster eröffnet Kompetenzzentrum
Das Halbleiter-Ökosystem in Sachsen wächst weiter: Mitutoyo Europe, der japanische Weltmarktführer für Präzisionsmesstechnik, hat sein neues Semiconductor-Kompetenzzentrum im Technologiezentrum Dresden-Süd eröffnet.
Die Entscheidung von Mitutoyo für Dresden zeigt, dass der Standort „Silicon Saxony“ auch die spezialisierten Ausrüster und das Know-how anzieht, die ein Halbleiter-Ökosystem stark machen und ist zudem ein Beleg für die wachsenden Beziehungen zwischen Sachsen und Japan im Halbleiterumfeld.
Mitutoyo wurde 1934 gegründet und ist heute mit rund 5.900 Mitarbeitern sowie 43 Konzerngesellschaften weltweit aktiv. Das Unternehmen baut die Werkzeuge und Maschinen, mit denen Industrie und Forschung auf den tausendstel Millimeter genau messen, vom klassischen Messschieber und der Bügelmessschraube bis zu Koordinatenmessmaschinen sowie optischen und Oberflächenmesssystemen. Diese Genauigkeit ist Grundvoraussetzung der Halbleiterfertigung, in der Strukturen im Nanometerbereich entstehen.
Auf einer Fläche von rund 300 m² entstehen Räume für Demonstrationen, Vorträge und Schulungen - mit klarem Fokus auf Anwendungen in der Halbleiterindustrie. Kundennähe zu den Dresdner Fabs und Zulieferern, kurze Wege für Demonstration und Qualifizierung, ein Ort für Vorträge und Weiterbildung - all das stärkt die Tiefe der sächsischen Wertschöpfungskette.
Die Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH (WFS) hat Mitutoyo am Standort betreut und begleitet. Auch künftig ist die WFS gern Ansprechpartner, wenn es um die weitere Entwicklung geht.
Sachsen baut die Japan-Brücke stetig aus, von der SEMICON Japan über Unternehmerreisen bis zur Tech Innovation Challenge mit JETRO während der Silicon Saxony Days. Hier wurden in der vergangenen Woche rund 50 Vertreter von sächsischen und japanischen Unternehmen zusammengebracht.