Sachsens Wirtschaft -
Eine Erfolgsgeschichte

WIRTSCHAFTSSTANDORT SACHSEN

Schon im 18. Jahrhundert begann in Sachsen mit dem Aufbau der ersten Maschinenbaubetriebe das Industriezeitalter. Die Region war damit Vorreiter auf dem europäischen Festland. Die erste in Deutschland konstruierte Lokomotive, der erste Sechszylinder-Motor, der mittig gesetzte Schalthebel im Auto – alles Innovationen aus Sachsen. Mitte des 19. Jahrhunderts waren die Industriestädte Chemnitz, Zwickau und ihr Umland die Region Europas mit dem höchsten Pro-Kopf-Einkommen.

Die Wirtschaft in Sachsen hat seit dem Jahr 2000 um 25,3 Prozent zugelegt und verzeichnet damit eine der höchsten BIP-Wachstumsraten aller Bundesländer.

STRUKTUR DER SÄCHSISCHEN WIRTSCHAFT

Starke Industriebranchen bilden das Rückgrat des Wirtschaftsstandortes Sachsen. Umsatzstärkste Branchen sind dabei die Automobilindustrie, der Maschinen- und Anlagenbau, sowie der Bereich Mikroelektronik / IKT. Neben diesen strukturbestimmenden Sektoren sind es Branchen wie die Umwelt- / Energietechnik, Life Sciences oder Bahn-, Luft- und Raumfahrttechnik, aber auch unternehmensnahme Dienstleistungs-Bereiche wie die Logistik oder der Software-Sektor, die den Wirtschaftsstandort Sachsen prägen.

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Das sächsische BIP 1991 - 2020 (in jeweiligen Preisen).

Dynamisch unterwegs

Das sächsische Bruttoinlandsprodukt (BIP) betrug im Jahr 2020 insgesamt 125,6 Milliarden Euro (in jeweiligen Preisen, 2,6 Prozent weniger als 2019) und wurde in rund 2,8 Milliarden Arbeitsstunden von 2,05 Millionen Erwerbstätigen mit einem Arbeitsplatz im Freistaat erzielt. Pro Arbeitsstunde ergab sich ein BIP in jeweiligen Preisen von 44,90 Euro - dies entsprach einem realen Anstieg um 0,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das BIP je Erwerbstätigen betrug im vergangenen Jahr 61.287 Euro und damit rund 3,4 Prozent weniger als 2019.

Seit dem Jahr 2000 hat die Wirtschaft in Sachsen um über 30 Prozent zugelegt und verzeichnet damit eine der höchsten BIP-Wachstumsraten aller Bundesländer.

   

Grafik Anteil der Branchen am Industrieumsatz

Quelle: Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen

SACHSENS INDUSTRIE WÄCHST

Einen Gesamtumsatz von 63,5 Milliarden Euro hat die Industrie (Zahlen für Betriebe mit 20 und mehr tätigen Personen im Verarbeitenden Gewerbe sowie im Bergbau und der Gewinnung von Steinen und Erden) in Sachsen im Jahr 2020 erbracht, das waren 6,1 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Das Inlandsgeschäft verringerte sich dabei um 0,9 Prozent, der Auslandsumsatz um 7,5 Prozent. Die Exportquote, d. h. der Anteil des Auslandsumsatzes am Gesamtumsatz, betrug 37,5 Prozent (Vorjahr: 36,7 Prozent).

Wichtigste Industriebranche mit einem Umsatzanteil von 24,9 Prozent bleibt weiterhin die Automobilindustrie. Darauf folgen die Branchen Metallerzeugung und Elektrotechnik / Mikroelektronik mit 13 bzw. 12,6 Prozent und der Maschinenbau mit 11,5 Prozent Anteil am sächsischen Industrieumsatz.

    

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SACHSEN HANDELT GLOBAL

Waren im Wert von 36,79 Milliarden Euro hat die sächsische Wirtschaft im Jahr 2020 ins Ausland exportiert. Dies entsprach einem Rückgang von 8,6 Prozent zum Vorjahr.  Sachsens weltweit größter Exportpartner war im Jahr 2019 erneut China. 

Der Import ging 2020 nur leicht um 0,5 Prozent auf  26,65 Milliarden Euro zurück. Etwa 62 Prozent aller Importe kamen aus EU-Mitgliedsstaaten, über ein Viertel davon wiederum vom wichtigsten sächsischen Importpartner - der Tschechischen Republik.  

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Sächsische Technologiekompetenz - Die Zukunft im Blick

Ein großes Plus für Sachsen ist seine Innovationskraft – die Region ist einer der „Innovationsführer“ in der EU (Quelle: EU Regional Innovation Scoreboard).

An intelligenten Lösungen für den Alltag der Zukunft arbeiten sächsische Forscher und Unternehmer entscheidend mit. Im Fokus stehen branchenübergreifend Themen wie Leichtbau, Energiespeichertechnologien, Elektromobilität oder Organische & Flexible Elektronik.

Im Rahmen des Exzellenzclusters „cfaed“ wird auch an der Echtzeit-Interaktion von Robotern und Menschen geforscht. „Versuchsobjekt“ ist ein gestengesteuerter NAO-Roboter (im Bild), der zukünftig zum Beispiel im Haushalt helfen könnte.

Quelle: Technische Universität Dresden / cfaed / 5G Lab Germany, Foto: Matthias Hahndorf

Schlüsseltechnologien aus Sachsen

Wir stehen zu Sachsen

Dr. Michael Süß

Vice President Engineering, Webfleet Solutions

»Der Standort Leipzig, 2005 aus der Übernahme der datafactory AG hervorgegangen und später Tom Tom Telematics, ist das technologische Leistungszentrum von Webfleet Solutions. Hier konzentrieren sich die Hauptentwicklungs- und IT-Kompetenzen, hier wurde der Systembetrieb ausgebaut. Hauptgrund für die Ansiedlung waren die günstigen Gründungsbedingungen in der sächsischen Metropole. In Leipzig gibt es zum Beispiel zahlreiche überdurchschnittlich hoch qualifizierte und motivierte Fachkräfte – speziell in der Softwareentwicklung.«

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Erfolgsgeschichten

Perfekt vernetzte Infrastruktur - Intermodale GVZ in Sachsen

Maßgeschneiderte Gewerbeflächen, eine perfekt angebundene Infrastruktur und die Möglichkeit zum 24-Stunden-Betrieb bieten die drei sächsischen Güterverkehrszentren (GVZ) an fünf Standorten.

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