Bildungsmonitor 2026: Sachsen behauptet Platz 1

Zum 21. Mal in Folge belegt Sachsens Bildungssystem im Vergleich aller deutschen Bundesländer den ersten Platz. Das geht aus dem am 14. September veröffentlichten Bildungsmonitor 2026 hervor.

Auf Sachsen folgen Bayern, Hamburg, Baden-Württemberg und das Saarland. Am Ende des Hauptfeldes liegen Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt, und Schlusslicht bleibt Bremen.

Welches Bundesland hat das beste Bildungssystem? Wer hat sich verbessert? Wo gibt es in Kindergarten, Schule, Lehre und Hochschule Änderungsbedarf? Über all das gibt der Bildungsmonitor Auskunft. In die seit 2004 jährlich erstellte Studie fließen 98 Indikatoren in 13 Handlungsfeldern ein. Das reicht von der Zahl der Schulabbrecher pro Bundesland bis zur Zahl der frisch gekürten Doktoren, die von einer Universität kommen. Der Bildungsmonitor zeigt, inwieweit das Bildungssystem eines Bundeslandes zum Wachstum und Wohlstand der Wirtschaft beiträgt.

Sachsen schneidet in den meisten der 13 untersuchten Handlungsfelder sehr gut ab. Besondere Stärken weist Sachsen bei der Förderinfrastruktur, der Schulqualität, der Forschungsorientierung, der Vermeidung von Bildungsarmut (jeweils 1. Platz) und der Ausgabenpriorisierung (2. Platz) auf. Die Studie hebt hervor:

  • Bestwert beim Anteil des KITA-Personals mit Hochschulabschluss.
  • Höchste Kompetenzen in Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften bei Jugendlichen der neunten Klasse.
  • Bestwert bei den eingeworbenen Drittmitteln je Professor an Hochschulen.
  • Bestwert bei der (geringen) Größe der Risikogruppe bzgl. Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften.
  • Hoher Anteil an Bildungsausländern an allen Studierenden.

Förderinfrastruktur (1. Platz):

Um eine bessere soziale Teilhabe am Bildungssystem zu erreichen, ist es wichtig, eine hochwertige Infrastruktur zur individuellen Förderung der Kinder aufzubauen. Sachsen setzt stark auf Ganztag. So besuchen in Sachsen 95,4 Prozent der Grundschüler eine offene oder gebundene Ganztagsschule (Bundesdurchschnitt: 51,2 Prozent). Deutlich überdurchschnittlich fällt mit 85,33 Prozent auch der Anteil der Schüler an Ganztagsschulen im Sekundarbereich I aus (Bundesdurchschnitt: 48,6 Prozent). Darüber hinaus wurden von den Drei- bis Sechsjährigen 85,9 Prozent ganztägig betreut (Bundesdurchschnitt: 48,2 Prozent). Außerdem haben 13,7 Prozent des Personals in Kindertageseinrichtungen einen Hochschulabschluss (Bundesdurchschnitt: 7,4 Prozent). Sachsen erzielt hier den Bestwert.       

Schulqualität (1. Platz):

Aufgrund der sehr guten Ergebnisse bei den letzten IQB-Schulleistungstests erreicht Sachsen Platz 1 bei der Schulqualität. In der aktuellsten Kompetenzerhebung für die Neuntklässler wiesen die sächsischen Schüler die höchsten durchschnittlichen Kompetenzen in Mathematik und in den Naturwissenschaften auf. Werden nur die Gymnasien betrachtet, so belegt Sachsen jeweils nach Bayern den zweiten Platz. Auch schneiden die sächsischen Schüler im Lesen am besten ab. 

Forschungsorientierung (1. Platz)

Mit einem Wert von 307.500 Euro eingeworbenen Drittmitteln je Professor erzielt Sachsen den besten Wert aller Bundesländer (Bundesdurchschnitt: 187.100 Euro). Die Forschungsorientierung Sachsens wird auch an der Anzahl der Forscher an Hochschulen bezogen auf das BIP deutlich. Hier belegt Sachsen ebenfalls den ersten Platz. Bei der Promotionsquote wird mit 7,9 Prozent ein überdurchschnittlicher Wert erzielt (Bundesdurchschnitt: 5,5 Prozent). Sachsen erreicht hier den zweitbesten Wert aller Bundesländer.      

Vermeidung von Bildungsarmut (1. Platz):

Die guten Bedingungen zur Verbesserung der sozialen Teilhabe machen sich beim Ziel der Vermeidung von Bildungsarmut bezahlt. In den letzten IQB-Vergleichsstudien weist Sachsen die niedrigsten Risikogruppen bzgl. Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften auf. Beim Anteil der erfolgreichen Absolventen an den Abgängern aus dem Berufsvorbereitungsjahr erreicht Sachsen den besten Wert aller Bundesländer (Sachsen: 81,7 Prozent; Bundesdurchschnitt: 50,9 Prozent). 

Ausgabenpriorisierung (2. Platz): 

Sachsen weist Bildung im öffentlichen Ausgabeverhalten im Vergleich der Bundesländer die zweithöchste Priorität zu. Die Relation der Bildungsausgaben pro Teilnehmer zu den Gesamtausgaben der öffentlichen Haushalte pro Einwohner fällt bei den Hochschulen besonders hoch aus. Die Ausgaben pro Studierenden sind mit rund 22.700 Euro gut 2,92-mal so hoch wie die staatlichen Gesamtausgaben pro Kopf (7.761 Euro), der Bundesdurchschnitt (14.300 Euro pro Studierendem) lag bei 1,70. Sachsen erreicht hier den besten Wert aller Bundesländer. Überdurchschnittlich schneidet Sachsen auch bei den Grundschulen und den beruflichen Teilzeitschulen ab.