Hochschulbildung

Grafik Sachsen als deutscher Bildungsspitzenreiter 2019

Quelle: Bildungsmonitor 2019, Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Köln im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM)

Sachsen ist deutscher Bildungsspitzenreiter

Sachsen hat erneut den ersten Platz im Vergleich der Bildungssysteme der deutschen Bundesländer verteidigt - nun bereits zum vierzehnten Mal in Folge! Das geht aus dem Bildungsmonitor 2019, einer Vergleichsstudie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) Köln im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM), hervor.

Sachsen schneidet in den meisten der 12 untersuchten Handlungsfelder sehr gut ab. Die Spitzenposition sicherte sich Sachsen mit insgesamt 68 Punkten.

Besondere Stärken weist Sachsen bei der Förderinfrastruktur, der Schulqualität, bei der Vermeidung von Bildungsarmut (jeweils 1. Platz) sowie im Bereich Hochschule / MINT, bei der Forschungsorientierung und bei der Internationalisierung (jeweils 2. Platz) auf.

Das Geschäftsmodell Deutschland basiert auf exportstarken Hochtechnologiebranchen. Daher ist es wichtig, genügend Fachkräfte im Bereich MINT auszubilden. Auf 100 sozialversicherungspflichtig beschäftigte Ingenieure in Sachsen kamen rund 9,2 neue Ingenieurabsolventen – im Bundesdurchschnitt betrug die Ersatzquote nur 6,8 Prozent. Auch bei der Relation der MINT-Absolventen zu den F&E-Beschäftigten schnitt Sachsen mit 18,7 Prozent überdurchschnittlich ab (Bundesdurchschnitt: 15,6 Prozent). Basis dafür ist der hohe Anteil an Absolventen in den Ingenieurwissenschaften an allen Absolventen. Sachsen erreichte mit 29,1 Prozent (Bundesdurchschnitt: 19,3 Prozent) den Spitzenwert im Bundesländervergleich. 

Für die kommenden Jahre bieten die Bachelor- und Masterstudiengänge besonders gute Chancen, Studierende aus dem Ausland zu gewinnen und dem demografischen Wandel so entgegenzuwirken. Heute sind in Sachsen 13,9 Prozent der Studierenden sogenannte Bildungsausländer – im Bundesländervergleich (Durchschnitt: 10,3 Prozent) der zweithöchste Wert.

Best Practice 1: Organisch Studieren

An der Technischen Universität Dresden wird in einem weltweit einmaligen Master-Studiengang gelehrt – in "Organic and Molecular Electronics". In einem völlig neuen Lehrkonzept werden die Disziplinen Physik, Chemie, Elektrotechnik und Materialwissenschaften auf praxisrelevante Weise verbunden. 

Das Dresden International PhD Program (DIPP) bildet die besten Nachwuchswissenschaftler an der TU Dresden auf den Gebieten Zell- und Entwicklungsbiologie, Computational Biology, Biomedizin, molekulares Bioengineering und Biophysik sowie Regenerative Medizin aus und führt sie zur Promotion.

Best Practice 2: Rohstoffkompetenz aufbauen

Die Technische Universität Bergakademie Freiberg bringt v. a. ihre 250-jährige Werkstoffkompetenz in die Lehre ein. Absolventen des deutschlandweit einzigartigen Studiengangs "Elektronik- und Sensormaterialien" sind bei Halbleiterunternehmen sehr begehrt. Seit 2014 wird in Freiberg auch ein interdisziplinärer Diplom-Studiengang "Nanotechnologie" angeboten.

Best Practice 3: Diplom + Meister

Die Westsächsische Hochschule Zwickau hat mit der Handwerkskammer Chemnitz ein attraktives Studienmodell für die Fachrichtungen Elektrotechnik, Versorgungs- und Umwelttechnik entwickelt. Es ermöglicht zukünftigen Fachkräften, in nur fünf (statt sonst acht) Jahren Ausbildungszeit parallel zum Diplom-Abschluss auch den Gesellen- und den Meisterbrief zu erhalten. Das Studium wird dual, also mit einer studienbegleitenden Ausbildung in einem Unternehmen, absolviert. 

Best Practice 4: Global studieren - von zu Hause aus

Als private Universität bietet die Dresden International University den wahrhaft "globalen" Masterstudiengang "Clinical Research" an. Das Besondere daran – der Klassenraum ist virtuell. Via modernster Live-Videokonferenztechnologie vermitteln Eliteuniversitäten aus der ganzen Welt die Grundlagen klinischer Forschung auf höchstem Niveau. Der Kurs "Principles and Practice of Clinical Research (PPCR)" z. B. wird von der renommierten Harvard Medical School gestaltet. Das Dresdner Universitätsklinikum "Carl Gustav Carus" unterstützt die Studenten finanziell.

Wir stehen zu Sachsen

Udo-Martin Gomez

CTO, Bosch Sensortec GmbH

„Neben unserer langjährigen Erfahrung im Bereich MEMS-Technologie ist die Verfügbarkeit exzellenter IC-Entwickler einer der zentralen Erfolgsfaktoren für den Ausbau unseres innovativen Produktportfolios. Der Standort Dresden bietet ein hervorragendes Netzwerk aus Forschung, Industrie und Hochschulen.“

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