Leichtbau

Hergestellt in „Wickeltechnik“ – komplex 3D-geformte Strukturbauteile von EAST-4D® Carbon Technology

Quelle: EAST-4D® Carbon Technology GmbH

Leichtbaukompetenz in Sachsen

Sachsens Unternehmen und Forschungseinrichtungen verfügen über herausragende Kompetenzen auf dem Gebiet "Leichtbau im effizienten Materialmix". Sie bieten dabei von der Werkstoffentwicklung und -charakterisierung über die Konstruktion / Berechnung / Auslegung von Bauteilen bis hin zu innovativen Verarbeitungstechnologien inklusive Qualitätsprüfung die nötigen Kompetenzen für die gesamte Wertschöpfungskette im Leichtbau an.

Starke Forschungszentren

Mit dem Bundesexzellenzcluster "MERGE - Technologiefusion für multifunktionale Leichtbaustrukturen" an der Technischen Universität Chemnitz und dem Institut für Leichtbau und Kunststofftechnik (ILK) der Technischen Universität Dresden verfügt Sachsen über zwei der größten Leichtbau-Forschungszentren Europas. Im Rahmem von MERGE arbeiten Wissenschaftler aus mehr als 20 Instituten der Technischen Universitäten Chemnitz und Dresden sowie der Fraunhofer-Institute ENAS und IWU an einer Technologiefusion in völlig neuer Qualität. Das am Institut ILK der TU Dresden entwickelte "Dresdner Modell des Funktionsintegrativen Leichtbaus in Multi-Material-Design" gilt bereits seit Jahren als weltweites Leitbild für die Forschung und Entwicklung im Bereich Leichtbau. Dabei wird ein werkstoff- und produktübergreifender Ansatz zugrunde gelegt, der durchgängig die gesamte Entwicklungskette – Werkstoff, Konstruktion, Simulation, Fertigung, Prototyp, Test, Qualitätssicherung, Kosten – umfasst.

Leichtbau - Unternehmen in Sachsen

ThyssenKrupp AG in Kesselsdorf: Tech Center Carbon Composites + ThyssenKrupp Carbon Components GmbH

Seine Aktivitäten auf dem Gebiet Hochleistungs-Leichtbaukomponenten aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK) konzentriert die ThyssenKrupp AG seit 2013 im Tech Center Carbon Composites in Kesselsdorf bei Dresden. Zu den Schwerpunkten der Entwicklungsarbeit gehören Fertigungs- und Simulationstechnologien für ein breites Spektrum an Werkstoffen, einschließlich Hybridmaterialien aus Stahl und CFK. 

Das Hauptgeschäftsfeld der 2012 als Joint-Venture von ThyssenKrupp und einem Spin-off des Instituts für Leichtbau und Kunststofftechnik (ILK) der Technischen Universität Dresden gegründeten ThyssenKrupp Carbon Components GmbH liegt auf der Entwicklung und Produktion von Fahrzeug-Komponenten wie CFK-Leichtbaurädern, die 30 – 50 Prozent Gewichtsersparnis im Vergleich zu herkömmlichen Aluminium- Felgen bieten.

Arbeitsschritt nach dem Beschichten eines BMW i8-Vorderachsenmoduls, BENSELER Beschichtungen Sachsen GmbH & Co. KG, Frankenberg

Quelle: BENSELER

BENSELER Beschichtungen Sachsen GmbH & Co. KG / BENSELER Sachsen GmbH & Co. KG, Frankenberg

Mit innovativen Beschichtungsverfahren unterstützt die baden-württembergische BENSELER-Firmengruppe am Standort Frankenberg den automobilen Leichtbau. Die Oberflächenspezialisten schützen sowohl das Vorderachsenmodul des BMW i8 als auch den Unterboden des BMW i3 vor Korrosion. Durch Einsatz eines speziellen KTL-Verfahrens und Kompetenzaufbau im Bereich Kleben können die montagefertigen Aluminium-Komponenten im BMW-Werk Leipzig direkt mit der Fahrgastzelle aus Carbon verbunden werden. Neben der kathodischen Tauchlackierung (KTL) bietet die BENSELER Beschichtungen Sachsen GmbH & Co. KG auch elektrostatische Pulverbeschichtung sowie Nasslackierung an. Die BENSELER Sachsen GmbH & Co. KG ist auf verschiedene Entgratverfahren spezialisiert.

"InEco®" - Elektroauto entwickelt vom Institut für Leichtbau und Kunststofftechnik (ILK) der Technischen Universität Dresden gemeinsam mit der Leichtbau-Zentrum Sachsen GmbH und der ThyssenKrupp AG

Quelle: Technische Universität Dresden / Institut für Leichtbau und Kunststofftechnik (ILK)

Intelligente Lösungen für den Alltag der Zukunft

  • Das Elektroauto der Zukunft

...ist leicht, leistungsfähig und bezahlbar. Wissenschaftler des Instituts für Leichtbau und Kunststofftechnik (ILK) der Technischen Universität Dresden haben gemeinsam mit Experten der Leichtbau-Zentrum Sachsen GmbH und der ThyssenKrupp AG ein serienfähiges, ultraleichtes und alltagstaugliches Elektroauto entwickelt. Das Projektfahrzeug „InEco®“ wiegt weniger als 900 Kilogramm und soll vor allem Kurzstreckenfahrer in urbanen Ballungszentren begeistern. Besonders innovativ ist die Mischung aus crashkompatiblem Stahl und leichtem kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff in Karosserie und Chassis. 

In der Fertigung bei COTESA in Mittweida

Quelle: COTESA GmbH

COTESA GmbH, Mittweida

Die COTESA GmbH in Mittweida ist auf die Herstellung von Faserverbundwerkstoffbauteilen spezialisiert. Seit der Firmengründung im Jahr 2002 hat sich die COTESA GmbH zu einem bedeutenden Serienlieferanten für viele große Luftfahrtunternehmen entwickelt. Zu den Kunden gehören Airbus, Airbus Helicopters, ESW und die Diehl-Gruppe. COTESA fertigt u. a. extrem leichte, gekrümmte Sandwich-Strukturen, CFK-Profile und schussfeste Leichtbaukomponenten.

In den Hallen der EFW – Elbe Flugzeugwerke GmbH

Quelle: EFW – Elbe Flugzeugwerke GmbH

EFW – Elbe Flugzeugwerke GmbH

Einer der drei Hauptgeschäftsbereiche der EFW – Elbe Flugzeugwerke GmbH Dresden (ein Unternehmen der ST Aerospace- und Airbus-Konzerne) ist die Entwicklung und Produktion von ebenen Verbundkomponenten aus Papierwaben und Kohle- / Glasfasermaterialien für alle Airbus-Modelle. Die Produktpalette reicht von Fußbodenplatten über Deckenpaneele und Frachtraumverkleidungen bis zu schussfesten Cockpit-Türen.

Triebwerkseinlaufkegel von EAST-4D® Carbon Technology GmbH, Dresden

Quelle: EAST-4D® Carbon Technology GmbH

EAST-4D Carbon Technology GmbH, Dresden

Die Mitarbeiter der EAST-4D Carbon Technology GmbH in Dresden widmen sich dem Thema Leichtbau mit modernsten Verfahren. Das Unternehmen entwickelt auf der Grundlage der Kundenanforderungen Ideen und Projektskizzen. Im weiteren Engineering-Prozess werden Design und Zulassungen individuell umgesetzt. Für die Serienfertigung von ultraleichten Composite- Strukturen hat das Unternehmen das Filament-Windig-Formingund das Filament-Windig-Injection-Verfahren entwickelt. Damit können sowohl rotierende Bauteile mit komplexer Geometrie als auch Behälter, die höchsten Belastungen ausgesetzt sind, hergestellt werden. Mit dieser patentierten Technologie produziert EAST-4D zum Beispiel den Triebwerkseinlaufkegel für den Airbus A350-900 XWB.

Leichtbau-Systemtechnologien KORROPOL GmbH (LSK), Dresden

Die Leichtbau-Systemtechnologien KORROPOL GmbH (LSK) ist Spezialist für innovative Leichtbauanwendungen im Maschinen- und Anlagenbau, der Luft- und Raumfahrt sowie der Energietechnik. Mit mehr als 50 Jahren Erfahrung in Faserverbund ist KORROPOL eines der traditionsreichsten Unternehmen der GFK- und CFK-Verarbeitung in Deutschland. Gefertigt werden in Dresden vorrangig Strukturbauteile sowie die hierfür notwendigen GFK-Formwerkzeuge. Über Kunden wie BMW, Voith, VEM, Airbus, Volkswagen u.v.a.m. sind die Produkte von KORROPOL in mehr als 20 Ländern weltweit präsent. Zum Spektrum des Unternehmens gehören u. a. Tragstrukturen und Roboterhände, Maschinengehäuse, Ausrüstungsgegenstände für Klärwwerke und Abwassersysteme, Verkleidungsteile für die Bahntechnik - aber auch Wand- und Deckenverkleidungen, Designobjekte oder Fassadenverkleidungen.

FIBER-TECH Products GmbH, Chemnitz

Die FIBER-TECH Products GmbH in Chemnitz stellt kundenspezifische Bauteile aus Faserverbund-Werkstoffen (GFK, CFK, textilverstärkte Keramik) her – unter anderem Rotorblätter für Windkraftanlagen oder Elemente für die verbesserte Akustik in der Deutschen Staatsoper Berlin.

Wir stehen zu Sachsen

Harald Krüger

Vorsitzender des Vorstands, BMW AG

"Leipzig ist ein wichtiger Standort in unserem globalen Produktionsnetzwerk ... Die Stadt und die Region Leipzig bestechen durch eine optimale Infrastruktur, hier finden wir zudem sehr gut ausgebildete und hoch motivierte Mitarbeiter."

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Erfolgsgeschichten

Bundesweit einziger Cluster für Leichtbauforschung - "MERGE" Chemnitz

„MERGE – Technologiefusion für multifunktionale Leichtbaustrukturen“ heißt der deutschlandweit einzige Bundesexzellenzcluster auf dem Gebiet der Leichtbauforschung. Angesiedelt ist er an der Technischen Universität Chemnitz. Wissenschaftler aus mehr als 20 Instituten der Universitäten Chemnitz und Dresden sowie der Fraunhofer- Institute ENAS und IWU arbeiten hier an einer Technologiefusion in völlig neuer Qualität. Ziel ist es, Fertigungsprozesse bei der Verarbeitung von Metallen, Kunststoffen und Textilien zu einer großserienfähigen und ressourceneffizienten Technologie zusammenzuführen. Durch die Integration von Mikro- und Nanoelektroniksystemen soll zudem eine neue Ebene der Strukturintelligenz erreicht werden.

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