Luft- und Raumfahrt

SENKRECHTSTARTER

Sachsen verfügt über zahlreiche luft- und raumfahrtrelevante Industriekapazitäten und Forschungspotenziale mit regionalen Schwerpunkten in Dresden, Freiberg und Chemnitz.

Senkrechtstarter

In Sachsen erwirtschaften rund 160 Unternehmen und Forschungseinrichtungen mit mehr als 7.000 Mitarbeitern etwa 1,4 Milliarden Euro Umsatz.

Das größte Unternehmen der Branche in Sachsen ist die Elbe Flugzeugwerke GmbH (EFW) – ein Unternehmen der ST Aerospace- und Airbus-Konzerne – geprägt. EFW ist Kompetenzträger in Bezug auf Leichtbaukomponenten für moderne Airbus-Modelle und zugleich Marktführer in der Frachterumrüstung.

Die überwiegend mittelständisch strukturierte Zuliefererlandschaft ist zuverlässiger Partner der großen Flugzeughersteller und an internationalen Großprojekten wie dem A350-Programm beteiligt.

Kernkompetenzen:

  • Flugzeugumrüstung
  • Flugzeugwartung
  • Leichtbau, Werkstoff- und Materialentwicklung
  • Elektronik, Prüf- und Sensortechnik
  • Wasser- und Abwassersysteme
  • Strömungsmechanik
  • Produktionstechnik, Werkzeugbau

Logo Netzwerk Kompetenzzentrum Luft- und Raumfahrttechnik Sachsen / Thüringen e. V. (LRT)

Quelle: LRT e. V.

Kompetenzzentrum Luft- und Raumfahrttechnik Sachsen / Thüringen e. V. (LRT)

Das 2001 gegründete Kompetenzzentrum Luft- und Raumfahrttechnik Sachsen / Thüringen e. V. (LRT) hat zum Ziel, die Entwicklung der Luft- und Raumfahrtindustrie in der Region wesentlich voranzubringen und die Kompetenzen in diesem Bereich zu stabilisieren und zu stärken. Dabei arbeitet der Branchenverband mit deutschen und internationalen Netzwerken – u. a. dem Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie e. V. (BDLI) – zusammen und ist Mitglied im internationalen „European Aerospace Cluster Partnership“ (EACP). Seinen über 30 Mitgliedern bietet das Netzwerk zahlreiche Möglichkeiten für Repräsentanz und Erfahrungsaustausch, wie etwa Unternehmensbesuche, Technologiemeetings, Workshops, Ausstellungen und Netzwerkveranstaltungen.

Mehr Energieeffizienz in der Luft

Das Verbundvorhaben "EEAS-Energy Efficient Aviation Solutions" ist eines von aktuell neun "Zwanzig20"-Foren aus dem BMBF-Förderprogramm "Zwanzig20 – Partnerschaft für Innovationen".

Ziel von EEAS ist es, Strategien zu entwickeln, wie sich die Energieeffizienz im Flugzeugbau durch Technologieintegration verbessern lässt.

Die Verbundpartner sind neben der Silicon Saxony Management GmbH (Koordinator), die Luftfahrtcluster Berlin Brandenburg Aerospace Allianz e.V. (BBAA), Hamburg Aviation e.V. (HAv) und das Kompetenzzentrum für Luft- und Raumfahrttechnik Sachsen/Thüringen e.V. (LRT) sowie die das Zentrum für Mikrotechnische Produktion (ZmP) der Technische Universität Dresden.

Hörsaal der Technischen Universität Chemnitz

Quelle: Technische Universität Chemnitz

Hochschulforschung

Die Technische Universität Dresden verfügt über starke FuE-Kompetenzen in der Luft- und Raumfahrt.

Am Institut für Luft- und Raumfahrttechnik forscht der Lehrstuhl für Luftfahrzeugtechnik in enger Kooperation mit Luftfahrzeugherstellern an Innovationen und praktischen Problemen des Flugzeugbaus. Die Professur für Raumfahrtsysteme leistet ingenieurwissenschaftliche Grundlagenforschung zu neuartigen Raumfahrtantrieben. Gearbeitet wird zudem an Entwicklung und Test von Technologien für Missionsaufgaben und Untersysteme von Raumfahrzeugen. Der Aspekt des Technologietransfers in erdgebundene Anwendungen ist dabei von großer Bedeutung. Ein eigenes Graduiertenkolleg, finanziert durch Airbus Defence and Space, beschäftigt sich mit Konzepten zukünftiger Erdbeobachtungs- und interplanetarer Missionen.

Das Institut für Leichtbau und Kunststofftechnik (ILK) arbeitet an beanspruchungsgerechten Leichtbaustrukturen und -systemen. Das Spektrum reicht dabei von der Grundlagenforschung bis hin zur Entwicklung von Demonstratoren für Industriepartner. Seit 2006 besteht das vom Triebwerkshersteller Rolls-Royce initiierte University Technology Centre Dresden (UTC) „Lightweight Structures and Materials and Robust Design“. Der Forschungsverbund aus fünf Instituten der TU Dresden ist Impulsgeber im Bereich Systemleichtbau und Multi-Material-Design für die Luftfahrt und fördert den Technologietransfer aus der Wissenschaft in die Anwendung bei Rolls-Royce.

Am Institut für Strömungsmechanik arbeiten an drei Lehrstühlen Wissenschaftler an Themen wie Strömungsmechanik, Turbomaschinen und Flugantriebe sowie Magnetofluiddynamik, Mess- und Automatisierungstechnik. 

Wir stehen zu Sachsen

Dieter Faust

Geschäftsführer, AOA Apparatebau Gauting GmbH

"Das Unternehmen AOA ist Teil des großen deutschen Luftfahrtzulieferers Diehl Aerosystems und gründete 1991 eine Betriebsstätte in Dresden. Neben den qualifizierten Mitarbeitern schätzen wir auch die hervorragende Zusammenarbeit mit den sächsischen Hochschulen und Instituten sehr."

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Erfolgsgeschichten

„smart³ - materials – solutions –growth“: Für mehr Funktion im Material

"smart³" ist eine Initiative von Unternehmen und wissenschaftlichen Einrichtungen. Ziel des Konsortiums unter Führung des Fraunhofer-Instituts für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU in Chemnitz ist die Entwicklung neuer, innovativer Produkte auf Basis von sogenannten "Smart Materials".

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