Elektromobilität

Kompetenzzentrum Elektromobilität

Seit 2013 fertigt BMW in Leipzig mit dem i3 sein erstes speziell für die Elektromobilität konzipiertes Fahrzeug in Serie. Auch der Porsche Panamera S E-Hybrid läuft in Leipzig vom Band. Eine gut aufgestellte Zulieferindustrie im Automobilbereich und in der Elektroindustrie stellt unter anderem Komponenten des Antriebsstrangs, Batterien sowie Leistungselektronik her.

Bereits seit 2009 beteiligt sich der Freistaat als Modellregion am Bundesprogramm "Elektromobilität in Modellregionen". Seit 2012 treibt Sachsen zudem im "Schaufenster Bayern-Sachsen ELEKTROMOBILITÄT VERBINDET" zahlreiche Demonstrations- und Pilotvorhaben voran, in denen Elektromobilität praxisnah erprobt und breitenwirksam erlebbar wird.

Das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr hat die Sächsische Energieagentur – SAENA GmbH mit Aufbau und Betrieb einer Kompetenzstelle für Elektromobilität beauftragt. Sie führt das Handeln sächsischer Akteure im Bereich Elektromobilität zusammen und stellt die Umsetzung der Ziele des Bundes und der Nachhaltigkeitsstrategie des Freistaates Sachsen sicher. 

BMW i8 in der Produktion, Werk Leipzig der BMW AG

Quelle: BMW AG

BMW AG, Werk Leipzig

Die BMW AG hat mit dem Werk Leipzig die Automobilproduktion revolutioniert. Herausragendes Merkmal des patentierten Fabriklayouts ist die sogenannte Finger- bzw. Kammstruktur im Montage-Bereich. Speziell konstruierte Gebäudeerweiterungen erlauben Lkw-Materialanlieferungen an jeden Montageort. Auch die Integration neuer Montageschritte ist möglich, indem einzelne „Finger“ erweitert werden. Den Praxistest hat das Werkslayout seit Produktionsstart 2005 jedes Jahr aufs Neue erfolgreich absolviert. Aktuell werden fünf Modelltypen der BMW 1er- und 2er-Reihe auf einer Fertigungslinie flexibel produziert. Hinzu kommen mit dem BMW i3 das erste deutsche Serien-Elektromobil und der Plug-in-Hybrid-Sportwagen BMW i8 aus einer separaten Montagelinie mit alternativen Antriebstechnologien und CFK-Karosseriefertigung.

Mitarbeiter der Deutschen Accumotive in Kamenz

Quelle: Daimler AG

Deutsche ACCUmotive GmbH & Co. KG, Standort Kamenz

Die Daimler AG setzt bei Hochleistungsbatterien für alternative Antriebe auf das „Autoland Sachsen“. In ihrem Tochterunternehmen Deutsche ACCUmotive GmbH & Co. KG baut sie die Produktionskapazitäten für Lithium-Ionen-Batterien weiter aus. Am Standort Kamenz entstehen sowohl Systeme für Hybrid-Modelle als auch für reine Elektrofahrzeuge des Automobil-Konzerns.

FES GmbH Fahrzeug-Entwicklung Sachsen, Zwickau

Seine Leistungsfähigkeit im Bereich Elektromobilität hat der gefragte Entwicklungsdienstleiter FES GmbH Fahrzeug-Entwicklung Sachsen aus Zwickau in einen Demonstrator auf Basis eines Audi R8-Sportwagens umgesetzt. Für das von vier radnahen Einzelmotoren angetriebene Fahrzeug hat das Unternehmen in Zusammenarbeit mit der Westsächsischen Hochschule Zwickau von der Konzeption des elektrischen Fahrantriebs über Auswahl und Integration der Komponenten bis hin zu Aufbau und Erprobung des Prototypen inklusive der kompletten fahrdynamischen Auslegung alle für die Gesamtfahrzeugentwicklung notwendigen Bereiche realisiert.

Integrated Device Technology, Inc., Standort Dresden

Im Herbst 2015 übernahm der US-amerikanische Elektronik-Konzern Integrated Device Technology, Inc. die Zentrum Mikroelektronik Dresden AG (ZMDI). Das traditionsreiche Unternehmen ist ein weltweit führender Entwickler von energieeffizienten analogen und Mixed- Signal-Systemen für die Märkte Automobil, Medizin- und Konsumgüter sowie Industrieautomation. Ein Produkt-Beispiel ist ein intelligenter Mikrochip, der durch Ladekontrolle bei Lithium-Ionen-Batterien Energie einspart. Außerdem wird durch die gezielte Überwachung des Lade- bzw. Entladeprozesses Schaden abgewehrt und somit die Lebensdauer der Batterien verlängert. 

Chip zur Batterieüberwachung, entwickelt von Integrated Device Technology, Inc., Standort Dresden

Quelle: Integrated Device Technology, Inc., Standort Dresden / Foto: Daniel Heinig

Infineon Technologies Dresden GmbH

Einer der größten Fertigungsstandorte für innovative Automotive- Halbleiterlösungen ist die Infineon Technologies Dresden GmbH. Infineon produziert hier mehr als 200 verschiedene Logikschaltkreise. Mit etwa 50 Prozent haben Lösungen für die Automobilbranche den größten Anteil am Produktionsspektrum. So stecken z. B. auch im BMW i3 aus Leipzig Infineon- Chips aus Dresden.

Am Standort wird derzeit auch die weltweit erste Hochvolumenfabrik für Leistungshalbleiter auf 300-mm-Dünnwafern aufgebaut. Leistungshalbleiter sind für das Steuern und Schalten hoher elektrischer Ströme und Spannungen ausgelegt und deshalb elementarer Bestandteil von Hybrid- und Elektrofahrzeugen. Infineon-Chips steuern Batteriesysteme in Elektroautos, gewinnen Bremsenergie zurück und verhelfen den Fahrzeugen zu höherer Reichweite.

Dichtschweißen von prismatischen Zelldosen mit TK SY-Laserschweißkopf, ThyssenKrupp System Engineering GmbH, Batterie-Technikum Pleißa bei Chemnitz

Quelle: ThyssenKrupp System Engineering GmbH

ThyssenKrupp System Engineering GmbH, Batterie-Technikum Pleißa

Die Produktionstechnik für Lithium-Ionen-Batterien gehört heute zu den zentralen Forschungs- und Entwicklungsthemen des Anlagenbauspezialisten ThyssenKrupp System Engineering GmbH. In einem eigens in Pleißa bei Chemnitz errichteten Batterie-Technikum entwickeln und testen Spezialisten Montageanlagen zur Herstellung von Zellen und Batterien. Ihr Ziel ist eine ressourceneffiziente und modulare Anlagentechnik zur Senkung der Produktionskosten und Steigerung der Qualität von Lithium-Ionen-Batterien. So werden z. B. die Batterien für den BMW i3 aus Leipzig auf Montagelinien von ThyssenKrupp produziert.

Mitarbeiter von AWEBA in der Produktion

Quelle: AWEBA

AWEBA Group, Aue / St. Egidien

Die AWEBA Group gehört seit April 2016 zur baden-württembergischen Schuler AG - dem Marktführer in der Umformtechnik. Die sächsischen Standorte - AWEBA Werkzeugbau GmbH Aue, WVL Werkzeug- und Vorrichtungsbau Lichtenstein GmbH in St. Egidien und ATF Auer Teilefertigung GmbH - beherrschen weltweit einmalige Werkzeugtechnologien – etwa für die Serienproduktion von Magnesium-Bauteilen direkt vom Coil auf Serienpressen – und liefern alle Werkzeugvarianten zur Herstellung von Rotor- und Statorpaketen für die Elektromotorenherstellung. Alleinstellung besitzen die Standorte auch bei Werkzeugen für hochpräzise Getriebekomponenten, die das Umformen und Feinschneiden in einem Werkzeugsatz kombinieren. Damit unterstützen sie die Automobilhersteller bei den Kernthemen Leichtbau und Elektrifizierung des Antriebsstrangs.

„easyCharge“-Station von EA Systems, Dresden

Quelle: EA Systems Dresden GmbH

EA Systems Dresden GmbH

Die EA Systems Dresden GmbH modelliert innovative Energieversorgungssysteme und optimiert bestehende Systeme. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Einbindung neuer Elektromobilitätskonzepte und dem Einsatz regenerativer Energien. Für intelligentes und einfaches Laden hat das Unternehmen die Ladestation „easyCharge“ entwickelt. Das System besteht aus Ladestationen, lokaler Verwaltung, Webverwaltung und Smartphone-App. Offene Schnittstellen ermöglichen eine problemlose Integration in bestehende Energiemanagement- und Bezahlsysteme.

Projekt "StromTicket"

Das Projekt „StromTicket“ ist ein gemeinsames Projekt der Partner Stadtwerke Leipzig GmbH, DREWAG – Stadtwerke Dresden GmbH und ENSO Energie Sachsen Ost AG. Mit dem „StromTicket“ soll ein einheitliches Zugangs- und Abrechnungssystem über mobile Endgeräte zu Elektro-Ladestationen sowie die Verknüpfung mit Anwendungen aus dem ÖPNV erprobt werden. Es ermöglicht den mobilen Zugang zu und vereinfacht den Betrieb von öffentlich zugänglicher Ladeinfrastruktur – für Kunden und Betreiber. Rund 200 „StromTicket“-Ladestationen sind in den Regionen Leipzig und Dresden verfügbar.

Steckdosen-System für Elektro-Ladestationen, MENNEKES Sachsen, Sehmatal-Neudorf

Quelle: MENNEKES

MENNEKES Elektrotechnik Sachsen GmbH, Sehmatal-Neudorf

Auf dem Gebiet der E-Ladetechnik hat die MENNEKES Elektrotechnik Sachsen GmbH aus dem erzgebirgischen Sehmatal-Neudorf umfangreiches Know-how aufgebaut. Im Tochterunternehmen der MENNEKES-Gruppe aus Nordrhein-Westfalen entstehen beispielsweise Ladestationen für Garagen und Carports, die sogenannten „Home Charger“.

Neben der Fertigung von Kunststoffspritzteilen fertigt MENNEKES Sachsen auch Edelstahlgehäuse sowohl für Steckdosen-Kombinationen als auch für Ladestationen. Darüber hinaus verfügt das Unternehmen auch über Kapazitäten für die Montage von Baugruppen. Am Standort Neudorf im Erzgebirge sind über 110 Mitarbeiter beschäftigt.

BMW i8 "unter" einem Solar Carport-Komplettsystem von SOLARWATT Dresden

Quelle: BMW Group

SOLARWATT GmbH Dresden / BMW i-Programm „360° ELECTRIC"

Umweltfreundlich fahren und tanken – diese Kombination schaffen der Automobilhersteller BMW und der Dresdner Solarmodulproduzent SOLARWATT GmbH. SOLARWATT ist Kooperationspartner von BMW im Bereich Elektromobilität. Im Rahmen des Programms „360° ELECTRIC„ können BMW i-Kunden den „Solar Carport“ oder komplette Solarpakete für das Hausdach erwerben. Der solare Carport von SOLARWATT kann nicht nur das Elektroauto umweltfreundlich betanken, sondern auch den Stromverbrauch des dazugehörigen Hauses größtenteils decken.

VCDB VerkehrsConsult Dresden-Berlin GmbH

Die VCDB VerkehrsConsult Dresden-Berlin GmbH ist ein Tochterunternehmen der Dresdner Verkehrsbetriebe AG (DVB) und der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG). VCDB bietet Beratung, Planung und Service zu allen Fragen des Verkehrswesens. Der Geschäftsbereich Elektromobilität unterstützt in Entwicklungsprojekten nachhaltige Kraftstoff- und Antriebskonzepte für den Linienbusverkehr, z. B. mit verkehrswissenschaftlichen Untersuchungen bei der Einführung von Diesel-Hybrid- sowie E-Bussen. Dabei stehen auch intelligente Ladesysteme sowie Schnittstellen zu anderen Verkehrssystemen im Fokus.

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