Hochschulbildung

Grafik Sachsen als deutscher Bildungsspitzenreiter 2017

Quelle: Bildungsmonitor 2017, Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Köln im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM)

Sachsen ist deutscher Bildungsspitzenreiter

Sachsen hat erneut den ersten Platz im Vergleich der Bildungssysteme der deutschen Bundesländer verteidigt - nun bereits zum zwölften Mal in Folge! Das geht aus dem Bildungsmonitor 2017, einer Vergleichsstudie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) Köln im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM), hervor.

Sachsen schneidet in den meisten der 12 untersuchten Handlungsfelder sehr gut ab. Die Spitzenposition sicherte sich Sachsen mit insgesamt 70,4 Punkten.

Besondere Stärken weist Sachsen bei der Förderinfrastruktur, der Schulqualität, der bei der Vermeidung von Bildungsarmut (jeweils 1. Platz) sowie in der Forschungsorientierung, im Bereich Hochschule / MINT und bei der Internationalisierung (jeweils 2. Platz) auf.

Sachsen hat durch Fortschritte im Hochschul-Bildungssystem in den vergangenen Jahren in hohem Maße zur Fachkräftesicherung beigetragen und damit die Wachstumskräfte in Deutschland gestärkt. Seit dem Jahr 2000 haben über 62.500 Jungakademiker mehr die Hochschulen in Sachsen verlassen, als unter der damaligen Absolventenquote zu erwarten gewesen war.

Für die kommenden Jahre bieten die Bachelor- und Masterstudiengänge besonders gute Chancen, Studierende aus dem Ausland zu gewinnen und dem demografischen Wandel so entgegenzuwirken. Heute sind in Sachsen 13,5 Prozent der Studierenden sogenannte Bildungsausländer – im Bundesländervergleich (Durchschnitt: 9,5 Prozent) nach Berlin der zweithöchste Wert.

Best Practice 1: Organisch Studieren

An der Technischen Universität Dresden wird in einem weltweit einmaligen Master-Studiengang gelehrt – in "Organic and Molecular Electronics". In einem völlig neuen Lehrkonzept werden die Disziplinen Physik, Chemie, Elektrotechnik und Materialwissenschaften auf praxisrelevante Weise verbunden. 

Das Dresden International PhD Program (DIPP) bildet die besten Nachwuchswissenschaftler an der TU Dresden auf den Gebieten Zell- und Entwicklungsbiologie, Computational Biology, Biomedizin, molekulares Bioengineering und Biophysik sowie Regenerative Medizin aus und führt sie zur Promotion.

Best Practice 2: Rohstoffkompetenz aufbauen

Die Technische Universität Bergakademie Freiberg bringt v. a. ihre 250-jährige Werkstoffkompetenz in die Lehre ein. Absolventen des deutschlandweit einzigartigen Studiengangs "Elektronik- und Sensormaterialien" sind bei Halbleiterunternehmen sehr begehrt. Seit 2014 wird in Freiberg auch ein interdisziplinärer Diplom-Studiengang "Nanotechnologie" angeboten.

Best Practice 3: Diplom + Meister

Die Westsächsische Hochschule Zwickau hat mit der Handwerkskammer Chemnitz ein attraktives Studienmodell für die Fachrichtungen Elektrotechnik, Versorgungs- und Umwelttechnik entwickelt. Es ermöglicht zukünftigen Fachkräften, in nur fünf (statt sonst acht) Jahren Ausbildungszeit parallel zum Diplom-Abschluss auch den Gesellen- und den Meisterbrief zu erhalten. Das Studium wird dual, also mit einer studienbegleitenden Ausbildung in einem Unternehmen, absolviert. 

Best Practice 4: Global studieren - von zu Hause aus

Als private Universität bietet die Dresden International University den wahrhaft "globalen" Masterstudiengang "Clinical Research" an. Das Besondere daran – der Klassenraum ist virtuell. Via modernster Live-Videokonferenztechnologie vermitteln Eliteuniversitäten aus der ganzen Welt die Grundlagen klinischer Forschung auf höchstem Niveau. Der Kurs "Principles and Practice of Clinical Research (PPCR)" z. B. wird von der renommierten Harvard Medical School gestaltet. Das Dresdner Universitätsklinikum "Carl Gustav Carus" unterstützt die Studenten finanziell.

Wir stehen zu Sachsen

Dieter Faust

Geschäftsführer, AOA Apparatebau Gauting GmbH

"Das Unternehmen AOA ist Teil des großen deutschen Luftfahrtzulieferers Diehl Aerosystems und gründete 1991 eine Betriebsstätte in Dresden. Neben den qualifizierten Mitarbeitern schätzen wir auch die hervorragende Zusammenarbeit mit den sächsischen Hochschulen und Instituten sehr."

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Erfolgsgeschichten

Netzwerk HZwo an der TU Chemnitz - Dem Brennstoffzellenantrieb zum Durchbruch verhelfen

An alternativen Antrieben für eine ökonomisch wie ökologisch sinnvolle Mobilität wird an vielen deutschen Hochschulen und Instituten geforscht. Bricht man das Thema auf den Brennstoffzellenantrieb herunter, dann landet man bei etwa einer Handvoll Einrichtungen. Zu ihnen gehört die TU Chemnitz. Hier hat Prof. Dr. Thomas von Unwerth 2010 mit dem Aufbau der Professur für Alternative Fahrzeugantriebe begonnen und das Thema Wasserstoff-Brennstoffzellenantrieb in den Vordergrund gerückt. Zu diesem Zeitpunkt konnte er bereits auf ein Jahrzehnt Erfahrung auf diesem Gebiet verweisen. Diese Kompetenz hat er sich in der Konzernforschung von Volkswagen erworben und beispielsweise am Aufbau einer Brennstoffzellen-Fahrzeugflotte für die Olympischen Spiele 2008 in China mitgearbeitet.

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